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Südwestmecklenburg Splitter trifft 60-Jährigen in Nostorf am Kopf: Es war kein Jagdunfall
Mecklenburg Südwestmecklenburg Splitter trifft 60-Jährigen in Nostorf am Kopf: Es war kein Jagdunfall
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15:21 27.09.2019
Ein Jäger wurde bei einem Schuss auf Damwild in Nostorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim) verletzt. Quelle: dpa
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Nostorf

Ein 60-jähriger Mann ist in Nostorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim) bei einem Unfall mit einer Schusswaffe in einem Wildtiergehege schwer verletzt worden. Den bisherigen Erkenntnissen der Polizei von Freitag zufolge wollte der Mann am Donnerstag mit einem 74 Jahre alten Jagdkollegen in dem Gehege Damwild schießen.

Der Ältere habe sich dabei auf dem Autodach abgestützt und einen Schuss abgegeben. Dabei habe das Projektil aus noch ungeklärter Ursache das Fahrzeugdach durchschlagen, wobei der auf dem Beifahrersitz sitzende 60-Jährige von einem Splitter am Kopf getroffen worden sei. Er wurde in eine Klinik gebracht. Er sei zu dieser Zeit bei Bewusstsein gewesen.

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Ausnahmegenehmigung für Waffe fehlte

Nach Angaben des Landkreises kann der Vorfall nicht als Jagdunfall bewertet werden. Es handele sich vielmehr um die missbräuchliche Verwendung einer Schusswaffe auf einem umfriedeten Gehege. Das Damwild sei auch kein Wild-, sondern ein Zuchttier gewesen. Für die Tötung von Tieren im Gehege sei eine waffenrechtliche Ausnahmegenehmigung erforderlich. Ob diese vorlag, war zunächst nicht bekannt.

Wie ein Sprecher der Polizei sagte, wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Er ging davon aus, dass die Ermittlungen wegen der umfangreichen Untersuchungen längere Zeit in Anspruch nehmen werden.

Von OZ