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Südwestmecklenburg Prozess um schrumpfende Einwohnerzahl per Mausklick
Mecklenburg Südwestmecklenburg Prozess um schrumpfende Einwohnerzahl per Mausklick
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09:35 02.07.2013
Vogt entscheidet über Fall mit vermeintlichem Einwohnerschwund. Foto: P. Pleul
Vogt entscheidet über Fall mit vermeintlichem Einwohnerschwund. Foto: P. Pleul
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Cottbus

Das Verwaltungsgericht Cottbus beschäftigt sich heute mit dem vermeintlichen Einwohnerschwund in der Gemeinde Schwerin (Dahme-Spreewald). In dem Örtchen lebten Ende 2007 nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg 602 Menschen - fast 200 weniger als im Melderegister des Dorfes ausgewiesen. Als Folge erhält die Gemeinde etwa 130 000 Euro pro Jahr weniger Zuwendungen vom Land. Deshalb verklagte sie das Landesstatistikamt, damit dieses die Bevölkerungsstatistik rückwirkend korrigiert. Wann das Urteil gesprochen wird, ist unklar.

Der Fehler soll entstanden sein, weil die Meldebehörden Wegzüge aus der mecklenburgischen Landeshauptstadt Schwerin irrtümlich per Mausklick von der südbrandenburgischen Gemeinde Schwerin abzog. Weil dem „kleinen Schwerin“ dadurch Gelder entgingen, will es eine Korrektur der Einwohnerzahl vor Gericht erwirken. Wenn es Recht bekommt, will es in einem zweiten Verfahren das entgangene Geld vom Land einfordern.

dpa