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Südwestmecklenburg Mann wird bei Hagenow von Zug erfasst und schwer verletzt
Mecklenburg Südwestmecklenburg Mann wird bei Hagenow von Zug erfasst und schwer verletzt
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10:55 09.07.2019
Ein Mann ist bei Hagenow von einem Zug erfasst und schwer verletzt worden (Symbolbild). Quelle: dpa
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Hagenow

Ein Mann hat einen Spaziergang auf den Gleisen beinahe mit seinem Leben bezahlt. Der 39-Jährige wurde am Montagnachmittag auf der Bahnstrecke Berlin-Hamburg zwischen Strohkirchen und Hagenow-Land bei Schwerin von einem Zug erfasst und dabei schwer verletzt. Die Strecke wurde für mehrere Stunden beidseitig gesperrt.

Nach Polizeiangaben hatte das Unfallopfer den herannahenden Zug zu spät bemerkt. Der Mann wollte noch zur Seite springen, wurde aber von der Bahn am Arm erfasst. Er wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Nach ersten Aussagen sind die Verletzungen nicht lebensbedrohlich. Durch den Unfall mussten drei Züge umgeleitet werden. Bei 31 Zügen kam es zu insgesamt 1132 Minuten Verspätungen.

Bereits vier Unfälle auf Bahnstrecken mit Verletzten

Die Polizei ruft eindringlich dazu auf, Gleise grundsätzlich nicht zu betreten. Es sei bereits der vierte Unfall dieser Art im Jahr 2019 im Bereich der Polizeiinspektion Rostock gewesen.

Im Januar war ebenfalls ein Mann, der in Strohkirchen über die Gleise seinen Heimweg abkürzen wollte, von einem Zug gestreift und verletzt worden. Weitere zwei Personenunfälle gab es im Mai und Juni. Auf Höhe der Ortschaft Pritzier wurde ein Mann bei Gleisbauarbeiten von einem Zug erfasst und verletzt. Ende Juni war es ein 70-Jähriger, der die Gleise als Orientierung nutzte, um von Schönberg nach Lübeck zu gelangen. Auch dieser wurde, obwohl er noch versuchte aus den Gleisen zu gelangen, von einem Zug erfasst und schwer verletzt.

Züge haben Bremsweg von bis zu 1000 Metern

In zwei weiteren Fällen im Juni (Güstrow und Lalendorf) war es nur den schnellen Reaktionen der Triebfahrzeugführer, die rechtzeitig eine Schnellbremsung einleiten konnten, zu verdanken, dass eine 14-Jährige und ein 17-Jähriger unverletzt blieben. Auch in diesen Fällen war Leichtsinn im Spiel.

„Züge können nicht ausweichen und haben mitunter einen Bremsweg von bis zu 1000 Metern. Auch die hohe Geschwindigkeit und die Tatsache, dass man die Züge erst spät hört, sollte nicht unterschätzt werden. Ebenso sollte man die Sogwirkung der Züge nicht unterschätzen“, heißt es von der Polizei.

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