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Südwestmecklenburg Vergewaltigungsprozess in Schwerin: 64-Jähriger gesteht mehrfachen Missbrauch eines Jungen
Mecklenburg Südwestmecklenburg Vergewaltigungsprozess in Schwerin: 64-Jähriger gesteht mehrfachen Missbrauch eines Jungen
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15:41 13.06.2019
Vergewaltigungsprozess am Landgericht Schwerin: Vor Gericht steht der 64-jährige Jürgen S., der den heute 17-Jährigen (l.) mehrmals sexuell missbraucht haben soll. Quelle: Cornelius Kettler
Schwerin

Wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs eines Kindes steht ein 64 Jahre alter Mann aus Schwerin vor dem Landgericht Schwerin. Zum Auftakt des Prozesses am Montag warf ihm die Staatsanwältin vor, sich zwischen 2013 und 2017 achtmal an einem Jungen vergangen zu haben, der anfangs gerade elf Jahre alt gewesen sei.

Geständnis vom Anwalt verlesen

Der Angeklagte hatte am heutigen Mittwoch überraschend durch seinen Anwalt ein Geständnis verlesen lassen und in allen Anklagepunkten seine Schuld gestanden. Der heute 17-jährige Jugendliche musste infolgedessen nicht mehr aussagen. Das Strafmaß wurde aufgrund des Schuldeingeständnisses des Angeklagten auf sechs Jahre Freiheitsentzug reduziert. Die Staatsanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre gefordert.

Der 64-jährige Jürgen S. ist Angeklagter vor dem Landgericht in Schwerin. Quelle: Cornelius Kettler

Laut Anklage hat der Mann das Kind über einen Bekannten kennengelernt und es zu nächtlichen Angelausflügen eingeladen. Die Übergriffe auf denn Jungen sollen hauptsächlich vor den Ausflügen in der Wohnung des Angeklagten und während der Ausflüge am Lagerfeuer oder im Zelt stattgefunden haben. Nach Angaben einer Rechtsanwältin, die den Jungen als Nebenkläger vor Gericht vertritt, ist der Mann wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft.

Junge schon einmal fast missbraucht

Der Junge war bereits während der Ermittlungen gegen den früheren Leiter des inzwischen geschlossenen Schweriner Jugendclubs „Power for Kids“ aufgefallen, der 2018 wegen vielfachen sexuellen Kindesmissbrauchs zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Er soll in einem Fall versucht haben, sich an dem Jungen zu vergehen.

Durch die Ermittlungen im „Power for Kids“-Fall fasste der Junge wohl den Mut, um auch von den mutmaßlichen Übergriffen des 64-jährigen Angeklagten zu berichten.

dpa/OZ/fgo

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