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Südwestmecklenburg Nach Mord in Wittenburg: Stadt und Kirchen planen große Trauerfeier
Mecklenburg Südwestmecklenburg Nach Mord in Wittenburg: Stadt und Kirchen planen große Trauerfeier
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Kerzen vor dem Wohnhaus des getöteten Dietrich P. (85) in Wittenburg. Quelle: Dietmar Lilienthal
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Wittenburg

Bei der Aufklärung des Mordes an dem Rentner Dietrich am Wochenende in Wittenburg gibt es noch immer keinen Hinweis auf ein mögliches Motiv. „Wir stehen am Anfang der Ermittlungen“, sagte Claudia Lange, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin.

Am Montagabend versammelten sich am Marktplatz der Mecklenburger Kleinstadt rund 70 Personen zu einer Mahnwache, die von der AfD im Eilverfahren angemeldet worden war. Laut Polizei blieb es friedlich. Der evangelische Pfarrer Martin Waack sprach zu Teilnehmern und lud sie in die Kirche ein. Die Kirche grenze sich vom Ansinnen der Demonstranten ab, sagte ein Sprecher der Kirche in Schwerin. Am Freitag laden evangelische und katholische Gemeinde und die Stadt Wittenburg zum Gebet mit Kerzenanzünden für den Ermordeten in die Bartholomäuskirche ein. Für den gleichen Abend eine „Einzelperson aus dem AfD-Umfeld“ eine Demonstration auf dem Marktplatz angemeldet, ebenso am Mittwoch.

Bilder vom Tatort in Wittenburg

Dietrich P. war in der Nacht zum Samstag von einem 20-jährigen, abgelehnten Asylbewerber aus Afghanistan im Schlaf die Kehle durchgeschnitten worden. Der Tatverdächtige hielt sich wegen Hilfsarbeiten im Haus auf. Er wurde gefasst, schweigt aber zur Tat. Seine Duldung wäre Ende Januar abgelaufen. Die AfD im Schweriner Landtag forderte am Dienstag, für diesen Personenkreis eine Wohnsitzauflage in Gemeinschaftsunterkünften mit Meldepflicht einzuführen.

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