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Mecklenburg „Unsere Meinung ist den Politikern nicht egal“
Mecklenburg „Unsere Meinung ist den Politikern nicht egal“
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17:28 05.10.2018
Die vierjährige Pauline (l) und sechsjährige Florentina laufen beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit vor dem Brandenburger Tor. FOTO: SOEDER/DPA
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Rostock

Die „zu einseitige und negative Berichterstattung beim Thema Rechtsextremismus“ gehe zu Lasten des Ostens, beklagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) jüngst in einem Interview mit der OZ. Leser teilen die Wahrnehmung des Unions-Politikers und fordern zudem die Verantwortlichen in Berlin auf, eine Debatte darüber anzustoßen, welche Probleme die Bürger umtreibt und vor allem: wie diese zu lösen sind.

Dirk Rostock schreibt: „Ich finde es auch eine Zumutung, in welche rechte Ecke Ostdeutschland nach den Vorfällen in Chemnitz geschoben wird.“ Es seien nicht alle für die AfD, so der Leser und außerdem gebe es „auch viel mehr Menschen, die gegen die AfD sind als immer behauptet“ werde. Das hätten Rostock gezeigt und auch Chemnitz. „Es ist die Mehrheit, die nicht wieder zurück will in eine Diktatur und einer Einparteiregierung à la DDR. Nur müssen die Menschen für gleiche Arbeit auch endlich mal gleiche Löhne erhalten. Denn das Stück Butter kostet im Supermarkt im Osten genauso viel wie im Supermarkt im Westen.“

Carsten Haltaus beklagt indes, dass Themen wie Altersarmut, Fachkräftmangel, Lohndumping, schlechte Infrastruktur und vieles mehr für das politische Berlin egal seien. Und Marita Herrmann setzt hinzu: „Das Problem ist, dass die Vorschläge aus der Bevölkerung ignoriert werden, egal um was es geht. Also kommt doch der Bürger zu dem Schluss, dass wir denen egal sind.“

Dieter Müller hebt zum Punkt Altersarmut und Rente hervor: „Wir haben eine stabile Rente und jede Generation sorgte und sorgt sich um die Rente. Selbst der Osten, der vor der Wiedervereinigung gar nichts in bundesdeutsche Kasse eingezahlt hatte, bekommt Rente, und das ist okay.“ Über die Höhe könne man sicher diskutieren, so unser Leser. „Doch die Rentner um mich herum können davon leben. Und viele, und dazu gehöre ich leider nicht, haben Ersparnisse, von denen künftige Erben nur träumen können.“

Ralf Prien merkt an: „Ja, man hört ja überhaupt nichts von der Regierung.“ Nie würden Stichworte wie Rente, Fachkräftemangel oder Infrastruktur fallen. „Das Eckpunktepapier aber zur Fachkräfteeinwanderung, um nur mal ein Beispiel aus jüngster Zeit zu nennen, hat ja auch mit Fachkräftemangel überhaupt nichts zu tun, oder? Sein Vorschlag: Aus der Filterblase herausschauen und erkennen, dass wir der Regierung nicht egal sind. Ob die Konzepte gut oder schlecht sind, sei dahingestellt, das kann man kontrovers diskutieren. Aber dass es Berlin egal wäre, diese Behauptung lässt sich leicht entkräften.“

Juliane Lange

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