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Wismar 18-Jähriger brachte 116 Kilo Drogen nach Wismar
Mecklenburg Wismar 18-Jähriger brachte 116 Kilo Drogen nach Wismar
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18:55 30.01.2019
Symbolfoto von einer Marihuana-Farm für medizinische Zwecke Quelle: dpa
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Wismar

Ein 18-Jähriger ist am Dienstag wegen Drogenhandel im großen Stil zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Als Mitglied einer Bande hat K. im vergangenen Jahr um die 116 Kilogramm Marihuana im Wert von 197 200 Euro beschafft und nach Wismar gebracht.

In der Hansestadt sind die Drogen gelagert und größtenteils auch in Umlauf gebracht worden. Lediglich 8,5 Kilogramm hat die Polizei bei einer Wohnungsdurchsuchung sicherstellen können.

Die Wohnung hat dem Syrer N. gehört, der vom Verurteilten in die Drogengeschäfte verwickelt worden sei. N. hat als Zeuge im Amtsgericht Wismar ausgesagt und sich als erster geständig gezeigt und Komplizen benannt. Deshalb winkt ihm eine mildere Strafe. Wie viele Bandenmitglieder es genau gab und ob K.s Bruder dabei war, ist unklar – mindestens waren es aber drei Männer.

Verstecken bis das Geld ausgeht

K. ist in einem Dorf in Albanien groß geworden. Er sei nach Deutschland gekommen, weil sein Vater Alkoholprobleme gehabt und ihn rausgeschmissen hätte. Außerdem habe sein älterer Bruder bereits in Deutschland gelebt.

2016 kommt K. nach Wismar. 2018 wird sein Asylantrag abgelehnt, er soll zurück nach Albanien. Deshalb versteckt er sich bei seinem Bekannten N. Als ihnen das Geld ausgeht, beginnen sie mit den Drogengeschäften. Mehrmals fahren sie mit weiteren Männern in den Harz und holen dort kiloweise Marihuana ab – ihre größte Menge ist 50 Kilogramm. In Wismar werden die Drogen in Wohnung und Keller von N. gelagert. Später wird das Marihuana von ihnen und weiteren Bandenmitgliedern verkauft. Als ihnen die Polizei auf die Spur kommt und N.s Wohnung nach der Durchsuchung versiegelt, bricht K. dort ein, um mögliche Drogenreste zu suchen. Der Richter attestiert ihm deshalb eine hohe kriminelle Energie. Auch weil er in Untersuchungshaft versucht hat, N. zu manipulieren: Er schickt N. Nachrichten, was der vor Gericht aussagen soll.

Die Haftstrafe muss K. in Deutschland verbüßen, danach wird er wohl nach Albanien abgeschoben. Was mit dem Geld durch die Drogengeschäfte passiert ist, ist unklar. K. und auch sein Komplize N. wollen nur wenige Tausend Euro bekommen haben. Um sicherzustellen, dass K. nach der Haft nicht doch noch von dem Geld leben kann, ist er außerdem zur Zurückzahlung der Einnahmen in Höhe rund 182 000 Euro verurteilt worden. Der Richter hat dafür einen Verkaufspreis von 1,70 Euro pro Gramm festgelegt.

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