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Wismar 350 Menschen demonstrieren in Wismar fürs Klima
Mecklenburg Wismar 350 Menschen demonstrieren in Wismar fürs Klima
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18:58 20.09.2019
In Wismar sind am 20. September 350 Menschen auf die Straße gegangen, um sich am weltweiten Klimastreik zu beteiligen. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar

„Alle für’s Klima“ – unter diesem Motto sind am Freitagnachmittag 350 Menschen auf Wismars Straßen unterwegs gewesen, um für einen Wandel in der Klimapolitik zu demonstrieren. Sie haben sich damit am weltweiten, von Greta Thunberg, ausgerufenen Klimastreik beteiligt.

Um 14 Uhr hatten sich die überwiegend jungen Leute auf dem Wismarer Marktplatz versammelt. Zu dieser Zeit begann auch die Fahrrad-Demo des ADFC Wismar. Gleich zu Beginn ließ Mara Boege, die die Demonstration angemeldet hatte, auf dem Wismarer Marktplatz verlauten: „Wir müssen viel lauter und stärker werden.“ Zu dieser Zeit stand der von Bundes-CDU und SPD besiegelte Klimapaket zwar schon – „das heißt aber nicht, dass wir jetzt aufhören müssen, auf die Straße zu gehen“, sagte die 19-Jährige zu 350 Teilnehmern auf dem Marktplatz.

Bilder von der Klima-Demo am 20. September in Wismar

Diese Zahl bestätigte auch André Falke, Einsatzleiter der Wismarer Polizei während der Demo. Angemeldet waren „nur“ 200 Teilnehmer. Dennoch kamen in Wismar lange nicht so viele Klimaaktivisten zur Demonstration wie in anderen Städten Mecklenburg-Vorpommerns.

Auf Höhe der Großen Stadtschule in Wismar drängeln sich Hunderte Demonstranten durch die enge Straße.. Quelle: Michaela Krohn

Vergleichsweise wenig Teilnehmer in Wismar

In Schwerin waren laut Polizei zwischen 1500 bis 2000 Menschen beim Klimastreik dabei, in Greifswald 400, in Rostock waren nach Polizeiangaben 3000 Teilnehmer dabei.

André Falke, Einsatzleiter der Polizei, überprüft vor dem Start die Route des Demonstrationszuges und gibt bekannt, dass die Polizei entschieden hat, die Aktivisten auf der Straße laufen zu lassen. Quelle: Michaela Krohn

Erst zögerlich, dann doch immer lauter riefen Demonstranten ihre altbewährten Parolen: „Hopp, hopp, Klima stopp“ oder „Es gibt kein Recht, einen SUV zu fahren“. Zudem forderten sie „Climate Justice“, also Klimagerechtigkeit.

Polizei sperrte Straßen für Demonstrationszug

Der Demonstrationszug, der sich diesmal einmal um die Altstadt bewegte, sollte laut Polizei zunächst nur auf den Bürgersteigen laufen. „Sie können jetzt aber doch auf der Straße laufen“, bestätigte Einsatzleiter André Falke, bevor es losging.

Unterstützung bekam die „Fridays for Future“-Bewegung unter anderem auch von „Parents for Future“, der solidarischen Landwirtschaft und dem ADFC. An der Demonstration beteiligten sich zudem nicht nur junge Leute, auch viele ältere, Rentner und Eltern kamen hinzu. Die Masse schob sich zunächst eher langsam durch Wismars enge Straßen und Gassen in der Altstadt.

Autofahrer versuchten, Absperrungen zu überfahren

Auf der Kreuzung Schiffbauerdamm/Ulmenstraße angekommen, hatte die Polizei zunächst einige Mühe, die Straße für den Demo-Zug zu sperren. Immer wieder versuchten einige Autofahrer, noch schnell über die Absperrung zu huschen – jedoch ohne Erfolg. Sie mussten den Rückwärtsgang einlegen und abwarten.

Währenddessen marschierten die Klimaaktivisten Richtung Kreisverkehr, um in die Dahlmannstraße einzubiegen. Auf dieser Strecke immer mit Blick auf die Werft, deren Produktion – Kreuzfahrtschiffe – sie so harsch kritisieren. Gegen 16 Uhr kam der Demonstrationszug wieder auf dem Marktplatz an, wo er sich rasch auflöste.

Mehr zum Thema: Liveticker zum Klima-Aktionstag in MV: Tausende Menschen auf den Straßen

Von Michaela Krohn

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