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Wismar 35445 Runden für den guten Zweck
Mecklenburg Wismar 35445 Runden für den guten Zweck
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00:23 26.03.2018
Abschlussrunde im PSV-Stadion (v.li.): Peter Holdt, Dörte Dittschlag, Frank Junge, Anja Falk, René Juhnke, Ingo Pontow, Birgit Hesse, Bernd Schöne, Jens Kohagen (verdeckt), Thomas Beyer. FOTOS (6): HEIKO HOFFMANN
Wismar

Mit dem Ergebnis hat niemand gerechnet: Mehr als 32000 Euro sind beim „Wismarer Spendenlauf 24/7“ zusammengekommen. Entsprechend groß war gestern der Jubel unter den Läufern. „Die Summe macht uns fast sprachlos“, so Stefan Schröder. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Susann Wiedemann hat er das Event organisiert.

Wismarer Spendenlauf endete Sonntag mit einem überwältigenden Ergebnis

35445

Runden wurden in

einer Woche im PSV-Stadion gedreht.

14178 Kilometer sind das insgesamt.

Freizeitläufer haben 20 645 Runden

gedreht, Schüler

der beiden Gymnasien 13200 Runden,

Egger-Mitarbeiter

1600 Runden.

Rund 2000 Läufer

waren an den

sieben Tagen

im Stadion unterwegs.

Eine Woche lang wurde Tag und Nacht für den guten Zweck gelaufen. Das Ziel war, dass mindestens immer ein Läufer auf der Bahn unterwegs ist. Das wurde geschafft. Damit wurde in Wismar Geschichte geschrieben, so einen Lauf gab es noch nie!

35445 Runden wurden gedreht. Das sind mehr als 14 000 Kilometer. Rund 2000 Läufer – vom Kind bis zum Rentner – waren unterwegs. Die Spendensumme wird sich noch erhöhen, denn gestern Vormittag war noch nicht alles ausgezählt.

Auf die Schlussrunde im PSV-Stadion begaben sich gestern unter anderem Sportministerin Birgit Hesse, Bürgermeister Thomas Beyer und der Bundestagsabgeordnete Frank Junge (alle SPD). Mit weiteren Aktiven liefen sie bis nach Wendorf. Vor dem Start des Osterlaufes wurde der Spendenlauf bei Sonnenschein und bester Laune ausgewertet. „Es ist unfassbar, wer alles gelaufen ist“, so Susann Wiedemann und Stefan Schröder meinte: „Ihr seid gelaufen und habt dafür auch noch bezahlt. Das ist ein absoluter Wahnsinn.“ Den beiden Eltern zweier Kinder, die mit ihrem kleinen Carl einiges durchgemacht haben, gehörte gestern der größte Applaus.

Die Spendengelder gehen an den Förderverein für die Kinder der Schweriner Kinderklinik und des Kinderzentrums Mecklenburg e. V. (13 500 Euro), an den Förderverein Kinder- und Jugendmedizin Wismar (13500 Euro) sowie an die beiden Wismarer Gymnasien (5000 Euro) für ein gemeinsames Kanuprojekt. Prof. Peter Clemens, Vorsitzender des Schweriner Fördervereins: „Ich bin ganz tief bewegt und finde es auch großartig, dass die Spendensumme aufgeteilt wird. Beide Krankenhäuser leisten die medizinische Versorgung, für die Seele sind die Fördervereine da.“

Bei den Frauen legten in den vergangenen sieben Tagen Silke Hardt (191), Anja Falk (145) und Daniela Buchholz (137) die meisten Runden zurück. Bei den Männern waren es Ingo Pontow (314), Sebastian Baum (311,5) und Che Keller (305).

„Gut, dass wir alle verrückte Läufer sind. Was hier abgegangen ist, war der Wahnsinn. Es ist völlig egal, wer wie viel gelaufen ist, wichtig war, dass für die gute Sache gelaufen wurde“, so Ingo Pontow. Silke Hardt war vom Gemeinschaftsgefühl sehr angetan: „Bei dieser tollen Aktion zu laufen, hat viel Spaß gemacht. Es hat sich eine Dynamik entwickelt , von der viele mitgerissen wurden.“ Zum Beispiel ihre Tochter. Mit ihren 13 Jahren lief Greta Hardt am Freitag 16,4 Kilometer.

Schirmherr der Veranstaltung war Bürgermeister Thomas Beyer. Er war am Freitag von 3 bis 4 Uhr acht Kilometer gelaufen. So viele wie noch nie in seinem Leben. Er machte den Organisatoren ein dickes Kompliment. Thomas Beyer: „Das war eine geniale Idee. Der Ehrgeiz hat viele Wismarer gepackt, Wismar ist ein Stück mehr zusammengerückt.“

Sportministerin Birgit Hesse bewunderte vor allem die Nachtläufer und sprach von einer Aktion, die ihresgleichen sucht. Frank Junge drehte gestern von 6 bis 8 Uhr seine Runden. Er lobte den Spendenzweck. „Das ist ein Beispiel dafür, dass die Gesellschaft nicht wegguckt.“ Junge und Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack (lief eine Runde) hatten Geld für die Unkosten im PSV-Stadion (Flutlicht, Heizung) zur Verfügung gestellt.

Stefan Schröder und Susann Wiedemann dankten allen Helfern und nannten stellvertretend einige Laufgruppen und Einzelläufer, ohne die der Lauf nicht möglich bzw. so besonders geworden wäre. Zum Beispiel das Geschwister-Scholl- und das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium, die Seeblick-Grundschule, die Claus-Jesup- und die Astrid-Lindgren-Förderschulen, die Kindertagesstätte „KiTraLa“, die Freie Schule der Awo, die Gruppe „Wismar läuft“, die Vereine PSV, TSG, Anker, Neuburg, Feuerwehren und Firmen wie Egger.

Das Wismarer Unternehmen KIS hatte sich spontan für Sonnabend noch etwas Besonderes einfallen lassen. Für jede Runde zwischen 6 und 18 Uhr gab es extra 50 Cent. 2297 Runden wurden gelaufen, so René

Wenzel. Die 1148,50 Euro werden gern für die gute Aktion gespendet. Auch die Sportstiftung der Hansestadt Wismar gab weitere 500 Euro.

Heiko Hoffmann

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