Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Abgegeben im Wismarer Tierpark: Halsbandsittich und Meerschweinchen suchen ein neues Zuhause
Mecklenburg Wismar Abgegeben im Wismarer Tierpark: Halsbandsittich und Meerschweinchen suchen ein neues Zuhause
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:07 12.09.2019
Diesen blauen Halsbandsittich hat die Tierrettung der Feuerwehr eingefangen. Quelle: Kerstin Schröder
Anzeige
Wismar

Blau ist er ist, der neue Gast im Wismarer Heimattierpark. Und obwohl der Halsbandsittich schon seit dem 5. September in der Quarantänestation untergebracht ist, hat sich der Vogel noch nicht an die für ihn fremde Umgebung gewöhnt.

Zwei Meerschweinchen Quelle: Kerstin Schröder

„Er ist sehr scheu“, berichtet Mitarbeiterin Marina Welsch. Ein gutes Foto von dem Vogel ist ihr noch nicht gelungen. Sobald sich Menschen dem Käfig nähern, flattert er aufgeregt umher. Das Tier muss er einen Besitzer haben, denn der Halsbandsittich trägt einen Ring am Fuß. Ob er ausgebüxt oder ausgesetzt wurde, ist unklar. Auch wie weit der Vogel geflogen ist, bevor er im Gewerbegebiet in der Palettenstraße von der Tierrettung der Feuerwehr eingefangen wurde, wissen die Tierpark-Mitarbeiter nicht. Sie lassen den ängstlichen Sittich weitestgehend in Ruhe. „Er hat schließlich auch einen großen Schnabel, mit der er zuhacken kann“, lacht Marina Welsch.

Teddy-Meerschweinchen sucht neues Zuhause

Der blaue Vogel ist nicht das einzige Fundtier, was sich zurzeit im Heimattierpark aufhält. Auch vier Meerschweinchen sind abgegeben worden, darunter ein Teddy-Meerschweinchen. Das hat seinen niedlichen Namen erhalten, weil es ebenso kuschelig aussieht wie ein Teddybär und flauschiges Fell hat.

Zwei Angora-Meerschweinchen suchen ein neues Zuhause. Quelle: Kerstin Schröder

Eine schöne Behaarung haben auch die beiden weißen Angora-Meerschweinchen. Sie suchen wie die anderen Tiere in der Quarantänestation ein neues Zuhause. Abgegeben werden sie gegen einen kleinen Obolus.

Die jungen Möwen, die ebenfalls gerade im Park aufgepäppelt werden, „wildern wir wieder aus, sobald sie fliegen können“, berichtet Marina Welsch. Viele Singvögel und Feldhasen seien in diesem Jahr abgegeben worden. Das Problem ist allerdings: Für die Aufnahme und Pflege wilder Fundtiere hat der Park weder ausreichend Geld noch Personal und Platz. Trotzdem schicken sie niemanden wieder mit einem Tier weg, denn in der Nähe gibt es nichts anderes, wo man verletzte Wildtiere hinbringen kann.

Zeitreise durch Wismars Mini-Zoo

Auffangstation für wilde Tiere seit Jahren gefordert

Bereits seit Jahren fordert Tierparkchef Michael Werner, dass im Kreis eine Auffangstation für wilde Tiere installiert wird – bislang ohne Erfolg. Die Zoos in Stralsund und Greifswald haben solche Stationen, aufgebaut wurden sie mit finanzieller Unterstützung des Landesförderinstituts. Die Wismarer bemühen sich aber nicht um Fördermittel. Für Michael Werner ist das keine Lösung: „Diese Förderung deckt die laufenden Kosten nicht.“ Einen fest eingestellten Tierarzt gibt es nicht, Gelder für weiteres Personal auch nicht. Dabei sei gerade bei verletzten Tieren der Pflegebedarf besonders hoch. „Deshalb sehe ich die Behörden in der Pflicht, eine Auffangstation für Wildtiere in der Region zu schaffen“, betont Werner.

Zurzeit werden verletzte Wildtiere in Wismar im Wirtschaftsgebäude des Tierparks untergebracht. Extra-Quarantäne-Räume sind für die wilden Gäste nicht vorhanden - was ein weiteres Problem darstellt: Mit jedem fremden Tier steigt die Infektionsgefahr für die Zootiere. Krankheiten und Seuchen könnten eingeschleppt werden. Wildtiere in einem Provisorium unterzubringen, schütze davor nicht wirklich. Auch weil die Mitarbeiter nicht ständig die Arbeitskleidung wechseln können, wenn sie die Räume wechseln.

Mehr Infos:

Süße Tierbabys tummeln sich im Wismarer Tierpark

Zeitreise: Wismarer Mini-Zoo wird 50

Von Kerstin Schröder

In einem Supermarkt hat ein Dieb eine 75-jährige Rentnerin bestohlen. Die Frau hatte ihre Geldbörse in den Einkaufswagen gelegt. Im Sommer hat es mehrere solcher Diebstähle gegeben.

12.09.2019

Wolfgang Lüdtke war der erste Amtsvorsteher in Dorf Mecklenburg. Seit 1992 übte er das Ehrenamt aus, nach der Fusion 2004 auch für das Amt Bad Kleinen. Jetzt hat der 64-Jährige nicht wieder kandidiert.

12.09.2019

Der Zug, der am 12. und 13. Oktober die Welterbestadt besucht, ist etwas Besonderes: ein Original Reichsbahn Sonderzug mit der Dampflok 35 1097. Sie bringt Passagiere nach Stettin und Wittenberge.

12.09.2019