Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Abrafaxe in Wismar: Stadt hat es auf den Titel des neuen Comics geschafft
Mecklenburg Wismar Abrafaxe in Wismar: Stadt hat es auf den Titel des neuen Comics geschafft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:36 23.08.2019
Die drei koboldähnlichen Gestalten Abrax, Brabax und Califax alias die drei Abrafaxe waren gestern in Wismar unterwegs. Am Sonntag werden sie auch bei den Lesegärten dabei sein. Quelle: Nicole Hollatz
Anzeige
Wismar

Abrax, Brabax und Califax spazieren durch die Stadt. Die lebensgroßen Comic-Figuren ziehen sofort die Blicke auf sich. Ihre Stippvisite in Wismar hat einen Grund: Am Sonntag stellen sie im Welt-Erbe-Haus ihr neues Heft vor – „Der Pakt von Wismar“. Norbert Huschner, Leiter des Amtes für Welterbe, Tourismus und Kultur, ist begeistert: „Wismar hat es auf den Titel einer bundesweit bekannten Comic-Zeitschrift geschafft – das ist toll“, freut er sich.

Nicht nur in Deutschland ist das Trio vielen Menschen ein Begriff, es hat Fans in vielen Ländern. 1976 haben Abrax, Brabax und Califax die Digedags abgelöst und erleben seither Abenteuer am Mittelmeer, in Indien, Asien und Amerika. Und nun kommen sie auf dem Papier nach Wismar.

Heft kommt nächste Woche in den Handel

Was ihnen hier genau passiert, das wird Matthias Gralow vorlesen. Er hat das bislang noch nicht veröffentlichte Mosaik und liest daraus von 15 bis 18 Uhr den Gästen vor. Über einen Beamer sind dazu die Bilder der Geschichte zu sehen. Das Heft gibt es natürlich auch vor Ort zu kaufen, erst nächste Woche kommt es in den Handel. Im Augustheft waren die Abrafaxe in Lübeck, im September sollen sie in Wismar anlanden.

Parallel erzählt eine kleine Ausstellung im Welt-Erbe-Haus seit Freitag bis zum 28. August von der Entstehung der Mosaik-Hefte.

Wer kennt die drei Kultfiguren aus den MOSAIK-Heften nicht? Der muss sie kennenlernen – beispielsweise im neuen Heft, das teilweise in Wismar spielt. Die Hanse ist derzeit Thema der beliebten Reihe.

Lesegärten in der Wismarer Altstadt

Der Garten des Welt-Erbe-Hauses ist nur eine von zwölf Stationen der diesjährigen Lesegärten. Literaturfans werden am Sonntag die Qual der Wahl haben. Zum 11. Mal findet dank des Fördervereins der Stadtbibliothek Wismar und vieler Ehrenamtler die beliebte Veranstaltung statt. Zwölf Altstadtgärten laden zum literarischen Nachmittag im Grünen. Die Lesungen beginnen jeweils um 15, 16 und 17 Uhr, so dass Besucher maximal drei verschiedene Gärten mit ihren jeweiligen Themen besuchen können.

Für Kinder gibt es gleich zwei Angebote. Auf dem Hof der Heiligen-Geist-Kirche lesen Mitglieder der Kirchgemeinde und laden zum Kinderfest. Im Garten der Freimaurerloge in der Lübschen Straße 50 (Eingang Große Hohe Straße) stellen Christina Schurbaum und Volker Stein ihre Lieblingskinderbücher vor.

Selbstgeschriebenes wird vorgestellt

Eigene Texte lesen beispielsweise die bekannten Wismarer Autoren Petra Block und Manfred W. Kolb in der Seniorenwohnanlage im Wohnhof „Schwarzes Kloster“, Eingang Mecklenburger Straße. „Das Leben ist unerschöpflich“, ist ihr gemeinsames Thema.

Im malerischen Garten der Begegnungsstätte vom Verein „Das Boot“ e. V. in der Lübschen Straße 44 werden die Mitglieder des dortigen Schreibzirkels sowie die Wismarer Autorin Dana Dolata zum Thema „Normal ist für jeden anders“ eigene Texte vortragen. Dana Dolata hat ein eigenes Buch geschrieben.

Die Mitglieder des Wismarer Schreibzirkels „LeseZeichen“ sowie Dr. Dagmar Kaiser tragen im Garten des City Partner-Hotels „Alter Speicher“ (Bohrstraße 10-12a) eigene Texte zum Thema „Strandgeschichten“ vor.

Geschichte von Kapitän und Pastor

Mitarbeiter des Museums und Mitglieder des Museumsvereins werden im malerischen Hof des Schabbell mit Blick auf St. Nikolai den Gästen zwei besondere Menschen aus der regionalen Geschichte näherbringen: Kapitän Bade, geboren 1843 auf Gut Hohen Wieschendorf bei Wismar, veranstaltete von Anfang der 1890er Jahre bis zu seinem Tod die weltweit ersten regelmäßigen touristischen Fahrten in die Arktis. Der Pastor und Historiker Carl August Friedrich Albrecht Beyer (1847-1923) forschte intensiv zur Geschichte Mecklenburgs, er war zeitweilig Hauslehrer beim Grafen von der Schulenburg in Tressow bei Wismar.

Wismarer Verbrecher im Mittelalter

Von manch einem Wismarer Verbrecher im Mittelalter wird Stadtarchivar Dr. Nils Jörn im Hof des Stadtarchivs der Hansestadt Wismar, Eingang Gerberstraße 9a, lesen. Er schreibt gerade in gewohnt amüsanter Art an „Lebensbildern“ aus dem Wismarer Verfestungsbuch zwischen Klaus Störtebeker, Hille Stinkebusse und Vicke Tuckeswerd. Auch die Reformation in Wismar wird im Archivlesegarten thematisiert.

„Bomben auf Wismar“, haben die Akteure der Schauspielgruppe der Kulturmühle-Wismar ihr Thema überschrieben. Im Garten des Hauses Hinter dem Chor 13/15 lesen sie aus ihrem Manuskript, aus dem in den nächsten Monaten ein Theaterstück entstehen soll.

Plattdeutsch, Insekten und Italienisches

Im Stadthotel „Stern“ in der Lübschen Straße 9 werden Karlheinz Happke und Siegfried Michaelis „up Platt“ lesen. Italienische Literatur steht im Garten des Restaurants „Casa Lissi“ (Großschmiedestraße 1) im Fokus, dort lesen die Mitglieder der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Wismar. Im Privatgarten (Eingang Wasserstraße 8) liest Katja Burmester zum Thema Insekten, Alexander Frank hat sich dort das Thema „Die schreckliche deutsche Sprache“ ausgesucht.

Mehr zum Thema:

Lona Rietschel: Mutter der Abrafaxe gestorben

Graphic Novels erzählen über Jugendliche

Von Nicole Hollatz

Die Nachkommen des ursprünglich aus Südamerika stammenden Laufvogels kuscheln sich in das Federkleid ihrer Mutter.

23.08.2019

Seine Besitzerin erkannte ihren Vogel in der Ostsee-Zeitung wieder. Der farbenprächtige Sittich ist inzwischen wieder zu Hause bei seiner Vogelfamilie – nachdem er wochenlang unterwegs war.

23.08.2019

Wegen der schwachen Auftragslage streicht das Unternehmen Schottel, das Schiffsantriebe herstellt, weltweit 150 Arbeitsplätze – auch Wismar ist betroffen.

23.08.2019