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Wismar So modern wird der neue Aldi-Markt in Kritzow
Mecklenburg Wismar

Aldi baut modernen Markt in Kritzow bei Wismar

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14:03 20.12.2019
Auf dieser Fläche im Gewerbegebiet Kritzow soll der neue Aldi-Markt entstehen.
Auf dieser Fläche im Gewerbegebiet Kritzow soll der neue Aldi-Markt entstehen. Quelle: Arno Zill
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Kritzow

Aldi modernisiert weiter seine Märkte. Nach der Filiale in Wismar-Hinter Wendorf ist nun die Verkaufsstelle in Kritzow vor den Toren der Hansestadt dran. Allerdings soll hier nicht am gleichen, sondern an einem anderen Standort ein Neubau errichtet werden: zwischen der Bundesstraße 105 und dem Real-Markt. Wenn alles wie geplant läuft, wird der neue Aldi in etwa einem Jahr öffnen.

28 000 Quadratmeter großes Brachland erworben

Das hofft man sehr in der für Mecklenburg zuständigen Immobilienabteilung von Aldi-Nord. „Unser Markt in Kritzow platzt aus allen Nähten“, sagt Leiter Olaf Stritzke in Scharbeutz. Um expandieren zu können, hat die Unternehmensgruppe ein weiteres Grundstück in dem Gewerbegebiet der Gemeinde Hornstorf erworben: insgesamt 28 000 Quadratmeter Brachland. Davon sind mehr als 7000 Quadratmeter für die Aldi-Filiale und Parkflächen gedacht.

Neue Filiale hat mehr Verkaufsfläche

Die Straße Karpendiek, die über den Real-Parkplatz führt, endet in einem Wendehammer. Von dem sind die Zu- und Abfahrt zum beziehungsweise vom Aldi-Parkplatz geplant. Derzeit sind etwa 110 Autostellplätze vorgesehen, so Stritzke. „Der neue Aldi wird deutlich größer sein als der jetzige. Für die Verkaufsfläche werden rund 1270 Quadratmeter zur Verfügung stehen, 500 mehr.“

Markt wird kundenfreundlicher

Aber nicht nur größer, sondern auch heller und freundlicher soll die Filiale werden. Dafür sorgen ein neues Lichtkonzept, frische Farben, breitere Gänge und eine übersichtlichere Warenpräsentation. „Durch Quergänge schaffen wir die Möglichkeit, den Markt für die Kunden freundlicher zu gestalten. „Die Obst- und Gemüseabteilung zum Beispiel wird separat eingerichtet, so dass der Kunde in aller Ruhe schauen und aussuchen kann. Die Menschen sollen nicht mehr die langen Gänge gehen müssen“, nennt Olaf Stritzke einen Grund für die Neugestaltung. Im größeren Markt werden auch mehr Mitarbeiter beschäftigt sein, etwa drei bis fünf mehr. Die Anzahl hängt davon ab, ob und wie viele Angestellte in Teilzeit arbeiten möchten.

Baugenehmigung wird im März erwartet

Der Bauantrag liegt dem Landkreis Nordwestmecklenburg vor. „Wir rechnen mit der Baugenehmigung im Frühjahr“, sagt Stritzke. „Im März“, konkretisiert er auf Nachfrage. Der Bebauungsplan ist genehmigt. Nach den Erfahrungen von Olaf Stritzke bedarf es dann einer Bauzeit von sechs bis sieben Monaten, bis der neue Aldi-Markt fertiggestellt ist. „Wir wollen vor Weihnachten fertig sein“, nennt er das Ziel.

Regionale Firmen am Bau beteiligt

Das Unternehmen beauftrage gerne Bau- und Handwerksfirmen aus der Region. In Wismar-Hinter Wendorf war es die Bau Union Wismar, die den Rohbau errichtet hat. „Unser Einkaufsmarkt ist ein spezieller Bau, nicht allzu anspruchsvoll. Aber wir erwarten ein schnelles Bauen.“

Fotovoltaikanlage auf Dach geplant

Nicht nur im Inneren wird der Markt moderner und ansprechender. Auch aus ökologischer Sicht geht das Unternehmen mit der Zeit. Auf dem Dach des Gebäudes ist eine Fotovoltaikanlage vorgesehen, damit sich die Filiale selbst mit Strom versorgen kann. „Das spart erheblich Energiekosten“, betont Stritzke. „Außerdem nutzen wir keine fossilen Brennstoffe mehr, sondern arbeiten ausschließlich mit Wärmerückgewinnung.“

Grünes Licht von Gemeinde durch B-Plan-Änderung

Die Gemeindevertretung Hornstorf hatte im Oktober den Bebauungsplan geändert und damit den Weg für die Aldi-Ansiedlung freigemacht. Anstelle von Gewerbe, das ursprünglich für die gesamte Fläche vorgesehen war, weist der B-Plan nun zwei Sondergebiete für Einzelhandel aus. Allerdings ist nur in einem ein Nahversorger wie der Discounter-Markt zulässig. „Auf der übrigen Fläche darf Aldi keine zentrenrelevanten Sortimente ansiedeln“, erläutert Bürgermeister Andreas Treumann. Das sind Waren, die es in Innenstadtgeschäften gibt. Die Gemeinde hoffe auf einen Gartenfachmarkt.

Noch keine Nachnutzung vorgesehen

Was aus der jetzigen Aldi-Filiale in Kritzow wird, steht nach Aussage von Olaf Stritzke noch nicht fest. Die Immobilie ist Eigentum des Unternehmens. Es wird sie vermutlich vermieten. Auch hier hat die Gemeinde vorab mit einer B-Plan-Änderung festgelegt, dass kein zentrenrelevanter Einzelhandel zulässig ist. „Als Nachnutzung käme beispielsweise ein Baumarkt infrage“, berichtet Bürgermeister Treumann. In der ehemaligen Aldi-Filiale in Grevesmühlen befindet sich jetzt ein Profi-Baumarkt mit hochwertigem Sortiment.

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Von Haike Werfel