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Wismar Wismarer Antikmarkt: Für Sammler und Sucher
Mecklenburg Wismar Wismarer Antikmarkt: Für Sammler und Sucher
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19:06 21.07.2019
Zufallsbegegnung: Fachmann Hans Schreier (links) erklärt Besucher Friedhelm Susak das Nivelliergerät aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

„Ich guck immer so gerne Bares für Rares im Fernsehen. Und die Leute dort haben so oft Glück, dass sie für 50 Euro was auf dem Flohmarkt kaufen, was dann 500 Euro wert ist“, lachte Gertrud Schröder aus der Nähe von Schwerin am Samstag beim Besuch in der Markthalle. Eigentlich wollte sie nur mit den Enkeln ein Eis am Hafen essen und kam so durch Zufall in die Markthalle.

Das sei vorweggenommen, Frau Schröder hatte dieses Glück nicht, obwohl die Auswahl groß war. „Eigentlich hat man ja alles, aber ich finde hier einige Dinge, die ich vor 20 Jahren in den Müll geworfen habe!“, lachte sie.

In der Markthalle hatten sich Händler aus ganz Deutschland zum Antik- und Sammlermarkt zusammengefunden. „Wir kommen zweimal im Jahr“, erzählte Veranstalter Frank Nobis aus der Porzellanstadt Meißen. Und auch die Besucher nehmen den Antik-, Trödel- und Sammlermarkt in Wismar gut an. „Deswegen kommen wir ja immer wieder“, so Frank Nobis. Davon, dass am Eingang ein kleiner Eintritt fällig wurde, ließen sich die wenigsten Gäste abschrecken.

Nobis selbst ist mit Briefmarken, Postkarten und Münzen vertreten, spricht also in erster Linie Sammler an. „Gerade bei den Briefmarken sind die Sammler im fortgeschrittenen Alter, aber Postkarten und Münzen sammeln Menschen altersoffen.“ Da interessiert besonders die Heimatkunde.

„Wenn ein Gast hier eine alte Postkarte aus seiner Kindheit und seiner Heimatstadt findet, vielleicht mit der Schule drauf“, erklärte er dann werde die gerne gekauft. Bauernleinen und Spitzendecke, Bücher und Bettpfannen, Schmuck aus Großmutters Zeiten und Schallplatten – das Angebot war vielfältiger und auch wertiger als auf vielen anderen Trödelmärkten.

„Was ist denn das?“, fragte Friedhelm Susak, Urlauber aus dem Ruhrgebiet mit einem Metalltubus in den Händen. „Ein Nivelliergerät aus dem Ersten Weltkrieg, ein französisches Produkt“, erklärte Fachmann Hans Schreier am Stand.

Flakgeschütze konnten damit genauer ausgerichtet werden. Der Besucher probierte das Gerät dank der Anweisungen von Hans Schreier aus und war fasziniert von der alten und trotzdem noch sehr genauen Technik. Gekauft hat er es nicht.

Nicole Hollatz

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