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Wismar Bahnhof wird attraktiver
Mecklenburg Wismar Bahnhof wird attraktiver
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06:30 17.09.2014
Einige Gleise sind längst stillgelegt. Die Fläche soll als Bahnhofsvorplatz gestaltet und somit aufgewertet werden. Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

Das Umfeld des Wismarer Bahnhofes soll in den nächsten Jahren neu gestaltet werden. Ausbau der Bahnhofstraße, neue Promenade, ebenerdiger Zugang zum Bahnsteig (statt Tunnel), Parkflächen, neuer Taxistand – der gesamte Bereich wird attraktiver.

Im ersten Schritt ist die Bahnhofstraße an der Reihe. Der Abschnitt reicht von der Mühlengrube bis kurz vor die Kreuzung Poeler Tor. Die Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen, die Kosten belaufen sich auf über 940 000 Euro. Davon sollen gut 530 000 Euro über Städtebaufördermittel finanziert werden.

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Auf der Bahnhofseite soll eine Promenade entstehen. Diese wird die bereits bestehenden Promenaden am Altstadtring vervollständigen.

In einem zweiten Abschnitt ist ein größerer Parkplatz für rund 150 Fahrzeuge zwischen Gleis 1 und dem Lindengarten geplant. Der Baubeginn steht noch nicht fest. Die Zufahrt verläuft zwischen dem Vorempfangsgebäude des Bahnhofes und dem Haus in der Bahnhofstraße 12a. Dies Planung sieht im hinteren Bereich eine Umfahrung mit Kurzzeitparkmöglichkeiten und einen Taxistand vor.

Parallel laufen zwischen der Stadt und der Bahn umfangreiche Verhandlungen zum Überlassen von Grundstücksflächen. Auf diesen Flächen befinden sich Gleis-Trassen, die bereits vor einigen Jahren von der Deutschen Bahn AG stillgelegt wurden. Die Flächen sind unerlässlich, um den Bahnhofsvorplatz zwischen Bahnhofsgebäude und Poeler Straße zu gestalten.

Verhandelt wird nach Angaben von Bausenator Michael Berkhahn (CDU) auch über einen ebenerdiger Zugang von der Bahnhofstraße zum Bahnsteig. Dazu soll der Fußgängertunnel zugeschüttet werden. Schon jetzt ist sich der Senator sicher: „Der Bahnhof und das gesamte Umfeld werden an Attraktivität gewinnen.“

Endgültig stillgelegt wird das Gleis, das vom Bahnhof am Alten Hafen vorbei in Richtung Gewerbegebiet West führt. Berkhahn: „Bei den Menschenmengen und der touristischen Entwicklung am Alten Hafen ist das schon ordnungsrechtlich nicht mehr möglich.“



Heiko Hoffmann