Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Baufirma pleite: Brückenbau stockt
Mecklenburg Wismar Baufirma pleite: Brückenbau stockt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:00 06.02.2016
Anzeige
Neukloster

Die Baufahrzeuge sind verschwunden, die Absperrung ist geblieben: An der Baustelle über den Hopfenbach an der Bahnhofstraße in Neukloster tut sich nichts mehr.

„Die ausführende Baufirma ist pleite“, bestätigt Bürgermeister Frank Meier (parteilos/Liste CDU) entsprechende Gerüchte. „Mehr wissen wir nicht.“ Im Energieministerium, dem die Straßenbauämter angeschlossen sind, ist man vorsichtiger. „Dem Amt wurde weder von der Baufirma noch von einem Insolvenzverwalter eine Insolvenz angezeigt“, teilt Steffen Wehner vom Energieministerium auf OZ-Anfrage mit. Damit würden die laufenden Verträge zwischen der Behörde und der Behörde mit der Baufirma gelten.

Anzeige

Der OSTSEE-ZEITUNG liegt hingegen die Mail eines Ingenieurbüro vor, nach der am 26. Januar das Insolvenzverfahren gegen die Baufirma eröffnet wurde. Diese durch die Bekanntmachung des Insolvenzgerichts am Amtsgericht Schwerin bestätigte Information ist laut der Sendeadressen auch den zuständigen Mitarbeitern des Straßenbauamtes zugegangen.

Wie es jetzt mit der Brückenbaustelle in Neukloster weitergeht ist unklar. „Ich kann nur hoffen, dass das Straßenbauamt einen Plan B in der Tasche hat“, erklärt Frank Meier. Dann könnten die Bauarbeiten einigermaßen zügig fortgeführt werden. Die Chancen dafür scheinen gegeben. „Im Regelfall wird in so einer Situation beim Zweitplatzierten des ursprünglichen Ausschreibungsverfahrens angefragt, ob er die Arbeiten übernimmt“, erklärt Steffen Wehner. Sollte dieser dazu jedoch nicht in der Lage sein, müsste neu ausgeschrieben werden. Das würde dann ungefähr zwölf Wochen dauern, da die Ausschreibungsunterlagen und das Vergabeverfahren angepasst werden müssten.

Drei Monate zusätzlich mit Sperrung und Umleitung durch die Goethe- und Wilhelm-Bauer-Straße mag Frank Meier seinen Einwohnern nicht zumuten. „In diesem Fall würde ich beim Straßenbauamt darauf drängen, dass die Bahnhofstraße wieder geöffnet wird“, sagt er. Das sei aus seiner Sicht recht problemlos möglich, da die Baufirma die Fahrbahn noch nicht abgetragen habe.

Anke Mansour, Neuklosters Bauamtsleiterin, hat jedoch den Eindruck, dass sich das Straßenbauamt mit Hinweis auf den bereits angefassten Gehweg gegen eine Öffnung der Bahnhofstraße sträube. Frank Meier hat dafür kein Verständnis. „Bisher wurden nur die Platten des Gehwegs aufgenommen und der lässt sich als Provisorium ohne großen Aufwand wieder herstellen“, sagt er.

Die Baustelle und die damit verbundenen Parkverbote entlang der Umleitungsstrecke würden von den Einwohnern ganz unterschiedlich bewertet, hat der Bürgermeister festgestellt. „Einige Anwohner in der Goethestraße sind sogar froh über das totale Parkverbot“, sagt er. In der Wilhelm-Bauer-Straße hat er beobachtet, „dass die Stellflächen auf den Grundstücken vor den Giebelseiten der Häuser jetzt wirklich genutzt werden“.

Die Park- und Halteverbote wurden aufgrund der schmalen Straßen notwendig. Während der Bauphase ist das Verkehrsaufkommen dort deutlich höher als im Normalfall, auch die Belastung durch Lastwagen.

An den Ortseingängen hat die Stadt unübersehbar zusätzliche Schilder aufgestellt. Die Aufschrift neben dem Stadtlogo weist darauf hin, dass die Innenstadt trotz Baustelle frei befahrbar ist. „Unsere Einwohner brauchen die Schilder natürlich nicht, sie sind in erster Linie eine Information für Ortsfremde“, erklärt Frank Meier.

Die 5,10 Meter lange Brücke an der Bahnhofstraße über den Hopfenbach muss erneuert werden, weil sie marode ist. Der Plan sah vor, ein Stahlrohr mit einem Durchmesser von etwa einem Meter in den Hopfenbach einzulassen, damit das Wasser an der Baustelle vorbeifließen kann. Zusätzlich sollte ein Damm aufgeschüttet werden. Der nächste Schritt wäre gewesen, die alte Brücke abzureißen. Das sollte im Winter geschehen. Nach den Planungen des Straßenbauamtes sollte in diesem Frühjahr die Gründung für den Neubau erfolgen, gefolgt von den Widerlagern — dem Übergang von Brückenkonstruktion zum Erddamm — und schließlich der Überbau.

560000 Euro hat das Land für die Baukosten eingeplant. Als Träger der Landesstraße 101 (Reinstorfer Straße/Bahnhofstraße) muss es für deren Unterhalt aufkommen.



Sylvia Kartheuser

Die Verwaltungsgemeinschaft Grevesmühlen-Land informiert alle Steuerpflichtigen der Stadt Grevesmühlen und der Gemeinden des Amtes Grevesmühlen-Land, dass auch in ...

06.02.2016

Für die Autorin Petra Block und drei weitere Bewohner der Gerberstraße 38 in der Wismarer Altstadt hat das Jahr 2016 schlecht angefangen. Sie haben durch einen Hausbrand ihr Zuhause verloren.

06.02.2016

Von der Idee bis zur Fertigstellung sind mehrere Jahre vergangen / Mit der CD hat sich Franz Robert Czieslik einen Geburtstagswunsch erfüllt

06.02.2016