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Wismar Besucherrekord bei Bibliotheksnacht
Mecklenburg Wismar Besucherrekord bei Bibliotheksnacht
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16:56 21.10.2018
Eine Pause an der Schatzkiste mit lauter Lese- und Vorlesebüchern machten Anita Gries und ihr fast zweijähriger Enkelsohn Zacharias. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

Die Bibliotheksnacht im Zeughaus ist seit Jahren sehr beliebt und lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher. „So viele Gäste hatten wir aber noch nie“, zeigte sich Bibliothekschefin Uta Mach mit Blick auf die langen Warteschlangen vor den Mitmachangeboten erfreut. „Zum Glück stehen ja genug Bücher rum für die Wartezeiten, das ist der schöne Nebeneffekt“, sagte sie schmunzelnd, dankbar für die Geduld der Gäste und den Dauereinsatz ihrer Helfer. „Die fleißigen Waldbewohner haben die Bibliothek in einen Zauberwald verwandelt“, dankte Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack dem Team bei der Eröffnung der Bibliotheksnacht.

Feen tanzten mit den Besuchern

Mehr als 800 Gäste kamen am Sonnabend ins Wismarer Zeughaus, das sich dank der Bibliotheksmitarbeiter und der Ehrenamtler vom Förderverein in einen Zauberwald verwandelt hatte. Das Erdgeschoss wurde zum „Waldboden“, auf dem die Kinder mit ihrem „Elfenpass“ fleißig Stempel für gelöste Rätsel und Aufgaben sammeln konnten. Im „Unterholz“ eine Etage drüber zeigten die Tänzer der Tanzschule „Free Dance“ Feentänze und solche aus dem Zauberland. Im Dach, der „Baumkrone“, lockten Wipfelnest, Baumhaus und Hexenküche. Die Kinder konnten an den Ständen des Phantechnikums basteln oder sich magisch bei den Kollegen vom Filmbüro fotografieren lassen. DRK-Streetworkerin Ellen Sawatzki und ihre Helferinnen verwandelten die Büchereibesucher in Elfen, Feen und andere Fabelwesen.

Kinder trotz Wartezeiten begeistert

Im „Wipfelnest“ fühlte Jürgen Boldt sich wohl. Er macht seit drei Jahren bei der Büchertauschaktion zur Lesenacht mit. Kam mit einer schweren Tragetasche und 38 ausgelesenen Büchern in die Bibliothek. „Ich suche hier immer Krimis und Sachbücher“, erzählte er. Die 38 für ihn neuen, die er dafür mitnehmen durfte, werden den Lesehunger erst einmal wieder stillen. Bis zur nächsten Bibliotheksnacht im kommenden Jahr werden sie sicher nicht reichen. „Eine tolle Aktion“, dankte er. Wer keine ausgelesenen Bücher mitbrachte, konnte welche für einen kleinen Obolus direkt erwerben.

Anita Gries war mit dem fast zweijährigen Enkelsohn Zacharias das erste Mal bei der Bibliotheksnacht. Die beiden machten es sich in der Leseschatzinsel im „magischen Wald“ gemütlich mit dem einen oder anderen Vorlesebuch. „Das ist total schön gemacht hier und sehr kinderfreundlich“, lobte Anita Gries die liebevollen Ideen und Dekorationen. „Man merkt es ja, die Kinder sind trotz der Wartezeiten begeistert.“

240 gebastelte Elfenpässe wurden verteilt

Auch Charlotte (7) gefiel’s, auch wenn die Aufgabe, die Carina Düwel am Wunschbrunnen für das kleine Mädchen hatte, nicht ganz ohne war. Sie sollte ein Hör-Memory mit verschieden gefüllten Filmdosen lösen. Je nach Alter ihrer Besucherkinder im Kindergarten- oder Grundschulalter hatten die Helferfeen und -elfen im Zeughaus mehrere Aufgaben vorbereitet.

Charlotte hat ihr Hör-Memory natürlich geschafft und dafür einen Stempel in ihrem Elfenpass bekommen. 240 solcher „Elfenpässe“ wurden an die kleinen Besucher verteilt. Jeder davon war ein Unikat, die „Bücherwürmer“ der Bertolt-Brecht-Schule haben sie gestaltet. Mit fortschreitender Zeit wurden die Warteschlangen auch kürzer. Das ist vielleicht ein Tipp für die Eltern fürs kommende Jahr – mit den „größeren“ Grundschulkindern erst nach 20 Uhr zu kommen.

Zur Bibliotheksnacht am Samstag in Wismar kamen mehr als 800 Gäste. Die Schlangen bei den Mitmachangeboten waren lang. Erwachsene genossen die Buchtauschbörse im Dachgeschoss des Zeughauses.

Nicole Hollatz

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