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Wismar Bilder der Woche: So hat sich das Leben in Wismar verändert
Mecklenburg Wismar

Bilder der Woche: So hat sich das Leben in Wismar verändert

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13:03 21.03.2020
Die Wismarer Altstadt wirkt am Nachmittag wie ausgestorben: Viele Läden mussten in der Woche schließen, Restaurants dürfen nur bis 18 Uhr öffnen. Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

In den letzten sieben Tagen ist das öffentliche Leben in Wismar und Nordwestmecklenburg massiv heruntergefahren worden. Der erste große Einschnitt war die Absage der Eröffnungsveranstaltung der beliebten wie traditionellen Heringstage in Wismar am Sonnabend, 14. März. Das große Braten auf dem Marktplatz fiel aus, jetzt geht es im kleineren Stil in Restaurants weiter.

Die Corona-Krise verändert das Leben auch in Wismar und Umgebung.

Am Sonntag kam die Schließung des Freizeit- und Erlebnisbades „Wonnemar“ hinzu.

Die Hansestadt hat alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen. Seit Montag sind auch sämtliche Schulen und Kindertagesstätten zu.

Im Laufe der Woche wurden die Schutzmaßnahmen verstärkt: Viele Läden mussten schließen, Restaurants dürfen nur bis 18 Uhr öffnen. Die Wismarer Altstadt wirkt wie ausgestorben.

Um die Infektionskette zu unterbinden, ist das Spielen auf Spielplätzen untersagt, sogar der Bürgerpark wurde geschlossen, weil dort gegrillt und gefeiert wurde.

Am Montag, 16. März, wurde um 18 Uhr damit begonnen, die Insel Poel für den Besucherverkehr zu sperren. Inzwischen wurde die Aktion wieder beendet, weil Touristen ganz MV meiden sollen.

Hinzugekommen ist eine neue Einrichtung: Seit Montag befindet sich am Hanse-Klinikum ein Abstrichzentrum für Coronatests.

In Supermärkten gehen zeitweise die Lebensmittel aus. Für Nachschub wird aber gesorgt. Für Kopfschütteln sorgt vor allem das Hamstern von Klopapier. Bei Rossmann wird es nur noch rationiert abgegeben. Damit beim Einkaufen nicht so viele Kunden im Markt sind und die Abstände zwischen den Kunden und den Mitarbeitern besser eingehalten werden, gibt es erste Sicherheitsdienste.

In Bussen verkaufen die Fahrer keine Tickets mehr. Mit Klebeband sind die Fahrerbereiche im Bus abgeklebt.

Die Fälle mit Corona-Infizierten steigen weiter. Am Montag wurden drei Fälle gemeldet. Inzwischen sind es 17 – Stand Freitag, 12 Uhr.

Landrätin Kerstin Weiss, Bürgermeister Thomas Beyer und der Chef des Hanse-Klinikums, Michael Jürgensen, appellieren eindringlich, möglichst zu Hause zu bleiben und die Schutzmaßnahmen zu befolgen.

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Über den Autor

Von Heiko Hoffmann

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