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Wismar Blowatz: Jugendfeuerwehren üben gemeinsam für spätere Einsätze
Mecklenburg Wismar Blowatz: Jugendfeuerwehren üben gemeinsam für spätere Einsätze
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19:49 26.05.2019
Wasser marsch! Das Löschen kann beginnen. Quelle: E-Mail-OZ-Lokalredaktion-WIS
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Blowatz

Eine neue Tradition ist ins Leben gerufen worden: der Marsch der Jugendfeuerwehren in Blowatz. Jugendwart Jan Karschau erklärt das Vorhaben: „Der Poeler Wintermarsch ist mit über acht Kilometern etwas zu lang für unsere Kleinen und da wollten wir nun mit diesem Marsch über 4,5 Kilometer ein weiteres Angebot für die jungen Brandschützer machen. Fünf Jugendfeuerwehren sind heute mit sechs Mannschaften dabei.“

Das Wetter und die Stimmung sind bestens gewesen am Sonnabend-Nachmittag und -Abend. Wie bei Wettkämpfen der Großen sind die Mädchen und Jungen vom Amtswehrführer Rainer Rosenberg und Bürgermeister Tino Schomann begrüßt worden, bevor es es auf den Fußmarsch durch die Ortschaften Blowatz und Dreveskirchen mit sechs Stationen gehen sollte.

Mehrere Aufgaben müssen bewältigt werden

Wasser marsch! Bevor gelöscht werden kann, müssen die Schläuche verlegt und miteinander verbunden werden. Quelle: Frank Peter Reichelt

Auf dem Parcours ist feuerwehrtechnisches Wissen und Können gefordert gewesen. Beim Schläuche verlegen gehen die Größten und Schnellsten aus den Mannschaften nach vorn, fünf C- Schläuche müssen verlegt und gekuppelt werden. „Denkt daran, Verdrehungen der Schläuche kann im Ernstfall zu Verletzungen führen, deshalb aufgepasst“, mahnt der Stationsleiter zur Vorsicht. Die Station „Blinde Kuh“ mutet etwas ungewöhnlich an, hat aber einen ernsten Hintergrund: „Die Kinder sollen durch die Sturmmasken der Atemschutzgeräteträger nichts sehen können, denn bei starker Rauchentwicklung muss man sich auch auf seinen Partner blind verlassen und die Geräte ohne Sichtkontakt erkennen können“, erklärt der Jugendwart.

Knoten binden mit Handschuhen

Fabienne Stein an der Station "Stiche und Bunde" Quelle: Frank Peter Reichelt

Als beim Aufbau des Löschwassermonitors endlich Wasser aus dem Strahlrohr kommt, ist die Mannschaft Blowatz 1 glücklich. Denn erst ist das Strahlrohr verkantet gewesen und das Kommando für die Betriebsbereitschaft konnte noch nicht gegeben werden. Aber allen Teilnehmern ist bei jeder Übung bewusst: Nur gemeinsam sind die Aufgaben zu meistern.

Wenn man Stiche und Bunde auf Zeit vorführen muss, ist die Aufregung groß. „Die Knoten sollen unter realistischen Bedingungen gemacht werden, also mit Handschuhen, im brennenden Haus kann ich mir die Handschuhe auch nicht erst ausziehen“, erklärt der Jugendwart. Das haben die Teilnehmer verstanden, da es macht das Knoten noch viel schwieriger. Um so stolzer strahlen die Gesichter der Kinder, als die Gruppe endlich „Fertig!“ rufen kann.

Interessierte Kinder können vorbeischauen

An einer Station müssen die jungen Brandbekämpfer Schläuche zum Löschen ausrollen. Quelle: Frank Peter Reichelt

Aus einer Idee der Blowatzer Kameraden ist eine tolle Aktion geworden. Zum Abschluss sitzen die Kinder bei Bratwurst und Salat am Hexenhaus zusammen, dieses und den Platz hat die Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Feuerwehrförderverein hat zudem alle Kosten für diesen ersten Marsch übernommen.

Knapp 1200 Stunden ehrenamtlich Arbeit haben die Mädchen und Jungen um Jugendwart Jan Karschau im Jahr 2018 geleistet, zurzeit sind zwölf Kinder in der Jugendwehr. Freitags ab 16 Uhr am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Blowatz können sich interessierte Kinder gern für dieses Hobby anmelden.

Hier das Ergebnis des Marsches: Die Jugendwehr aus Stove Platz holt den ersten Platz vor Hornstorf, Kirchdorf/Poel, Blowatz 1 und Neuburg und Blowatz 2.

Frank Peter Reichelt

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