Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Blowatzer Hortkinder bekommen einen Bungalow
Mecklenburg Wismar Blowatzer Hortkinder bekommen einen Bungalow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:02 04.02.2019
Auf der Wiese rechts neben dem Mehrgenerationenzentrum soll der neue Bungalow für die Hortkinder entstehen.
Auf der Wiese rechts neben dem Mehrgenerationenzentrum soll der neue Bungalow für die Hortkinder entstehen. Quelle: Kerstin Schröder
Anzeige
Blowatz

Die Hortkinder von Blowatz bekommen ein neues Gebäude. Grund sind laut Bürgermeister Tino Schomann (CDU) die steigenden Kinderzahlen in der Gemeinde. Deshalb soll der Hort endgültig aus dem bisherigen Domizil, dem Gutshaus im Ortsteil Dreveskirchen, ausziehen. Denn dort werden auch die Krippen- und Kita-Kinder betreut – und die werden ebenfalls mehr. Deshalb ist der Hort schon jetzt vorübergehend in die Grundschule gewechselt.

Tino Schomann (CDU) ist seit 2014 Bürgermeister der Gemeinde Blowatz. Quelle: Vanessa Kopp

„Wir können Krippe und Kita nicht erweitern, wenn der Hort nicht auszieht“, erklärt Schomann. Schon jetzt gäbe es Wartelisten für alle Bereiche. Das liege daran, dass die Gemeinde mit ihrer Nähe zur Wismar ein attraktives Wohngebiet sei. „Es gibt kaum Leerstand bei uns, auch nicht in den Neubaublöcken“, berichtet Schomann. Aktuell würden in der Krippe 15, in der Kita 35 und im Hort 48 Kinder betreut.

Geplant ist, dass die Hortkinder einen neuen, 250 Quadratmeter großen Winkelbungalow bekommen. Der wird auf der Wiese neben dem Mehrgenerationenzentrum in Blowatz gebaut. Die Kosten belaufen sich auf 350000 bis 400000 Euro (inklusive Innenausstattung und Außenanlagen), 90000 Euro gibt es als Förderung vom Kreis. Der hat dem Projekt zugestimmt. Baubeginn soll bereits im Juni sein. Vermutlich Ende Februar 2020 können die Kinder in ihr neues Domizil einziehen, kündigt der Bürgermeister an. Es hat Platz für 44 Mädchen und Jungen – vier weniger als zurzeit. „Es ist gerade ein sehr starker Jahrgang dabei, das ist nicht immer so“, beruhigt Schomann. Der Bungalow habe ausreichend Kapazitäten. Optisch soll das Hortgebäude dem benachbarten Mehrgenerationenzentrum angepasst werden – mit roter Klinker-Fassade.

Für die Kinder wird der Fußweg ein kleines bisschen länger. Schon jetzt gehen sie zum Essen von der Grundschule ins Gutshaus Dreveskirchen. Später laufen sie dann nur wenige Hundert Meter ins nahe gelegene Blowatz – eine Rentnerin passt dabei auf sie auf. „Sie macht das ehrenamtlich und Spaß daran“, berichtet Schomann.

Der allgemeine Bauboom macht sich auch an dem Blowatzer Hort-Projekt bemerkbar: Wie der Bürgermeister berichtet, hätte die Gemeinde zehn Baufirmen angeschrieben, nur zwei hätten sich überhaupt zurückgemeldet und Angebote abgegeben. Doch jetzt sei alles in Sack und Tüten, der Vertrag unterzeichnet. „Nach dem Mehrgenerationenzentrum, das wir im vergangenen Jahr feierlich eingeweiht haben, ist das das größte Projekt in der Gemeinde“, betont Schomann.

Die ersten Überlegungen, für den Hort das ungenutzte Pfarrhaus anzumieten, hätten verworfen werden müssen. Grund seien die Brandschutzauflagen gewesen. „Wir hätten zum Beispiel eine Treppe bauen müssen“, erklärt der Bürgermeister. Doch das wäre zum einen eine teure Investition gewesen. Und zum anderen hätte die Treppe nach Ablauf des Mietvertrages wieder zurückgebaut werden müssen.

Kerstin Schröder

Wismar Von Kunst, Handwerk und Lebenshilfe - Kunst aus ausrangierten Dingen
04.02.2019