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Wismar Brücke für Radfahrer am Schwarzen Weg in Wismar
Mecklenburg Wismar Brücke für Radfahrer am Schwarzen Weg in Wismar
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06:28 20.06.2019
Die neue Werftstraße führt von der Kreuzung Lübsche Straße/Lidl-Markt bis zum Wendorfer Weg. Quelle: Grafik: Arno Zill
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Wismar

Die Pläne für die neue Werftstraße werden konkret. Bis Ende des Jahres soll Baurecht geschaffen werden, für den Frühsommer 2020 ist der Beginn der Arbeiten vorgesehen. Die gesamten Kosten werden sich auf etwa 10,5 Millionen Euro belaufen.

Ansichten von den Gärten und dem Schwarzen Weg. Hier wird die neue Straße entlang führen.

Von der Kreuzung Lübsche Straße/Lidl-Markt führt die öffentliche Straße durch die Gartenanlage zum Gelände von MV Werften, weiter parallel an der Werft entlang bis zum Wendorfer Weg.

Straße für Laster

Die Straße soll vor allem den Schwerlastverkehr aufnehmen und so die Stadt entlasten. So ist beispielsweise vorgesehen, dass die Schiffskabinen vom Produktionsstandort im Gewerbegebiet Dammhusen über die Westtangente zur Werft transportiert werden.

In den Kosten von 10,5 Millionen Euro sind auch eine Regenwasserleitung in Richtung Ostsee sowie eine Abwasserdruckleitung enthalten. Für die Straße werden etwa acht Millionen Euro geplant. Stadt und MV Werften haben einen öffentlich-rechtlichen Vertrag geschlossen, so Bauamtsleiterin Nadine Domschat-Jahnke. Danach beteiligt sich die Werft mit 600000 Euro an den Kosten und stellt Flächen kostenlos zur Verfügung. Die Stadt hofft darüber hinaus auf eine 90-prozentige Wirtschaftsförderung.

32 Meter lange Brücke

Der Schwarze Weg als Teil des Ostseefernradweges bleibt erhalten. Eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer führt über die neue Straße. Quelle: Heiko Hoffmann

Eine Besonderheit bei der Planung ist der Schwarze Weg als Teil des Ostseefernradweges. Eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer soll über die Straße führen. Die etwa fünf Meter breite Brücke ist rund 32 Meter lang, 17 Meter verlaufen direkt über der Straße. Beim Knotenpunkt Brücke/Straße ist ein kleiner Rastplatz mit Bänken und Informationstafeln vorgesehen.

Die neue Straße hat bei den Kleingärten ein nicht unerhebliches Gefälle von sechs bis acht Prozent zu überwinden. Sie erhält eine Anbindung zum Stahllager der Werft, kreuzt die Werftstraße beim Hagebaumarkt und führt zum Wendorfer Weg. Im Bereich des Berufsschulzentrums ist eine Rechtsabbiegerspur auf die Lübsche Straße geplant. Daher wird es auch Änderungen bei den Parkplätzen der Schule geben. Neue Stellplätze sind für die Kleingärtner vorgesehen.

Neue Bürgerschaft soll beschließen

Die Bürgerschaft hatte im Juli 2017 die Aufstellung des Bebauungsplanes „Erschließung Gewerbegebiet Wismar West II“ beschlossen. In der nächsten Woche soll die neu gewählte Bürgerschaft die öffentliche Auslegung beschließen. Am Montag hatte der Bauausschuss in seiner alten Besetzung dafür gestimmt. Die Konstellation alter Bauausschuss/neue Bürgerschaft ist nicht glücklich. Dennoch wirbt Bausenator Michael Berkhahn (CDU) um Zustimmung: „Zeitlich ist das eine ganz wichtige Maßnahme.“ Im Juli macht die Politik Sommerpause, so könnte der Beschluss erst Ende August gefasst werden. Das würde Zeitverzug bedeuten.

Nicht alles auf einmal

Die Stadt will erst die neue Werftstraße fertigstellen, danach ist der Ausbau der Kreuzung Philipp-Müller-Straße/Burgwall an der Reihe, so die Bauamtsleiterin. Damit sollen zusätzliche Hindernisse für den Verkehrsfluss vermieden werden.

Für den Bau der Straße sind eine Reihe von Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen. Einige sind im Köppernitztal geplant. So sind 20 Nistkästen und die Entsiegelung von Flächen im Bereich der früheren Freilichtbühne vorgesehen.

Nach Verkehrsberechnungen werden die neue Straße montags bis freitags täglich 3300 Fahrzeuge, davon 230 Laster, nutzen. Die sieben Meter breite Straße ist mit Fuß- und Radweg geplant.

Wegen der neuen Werftanbindung sind die Pachtverhältnisse von 50 Kleingärten gekündigt worden. Die Pächter hatten einen Anspruch auf Entschädigung, die von der Hansestadt gezahlt wurde. Nicht alle Gärten wurden noch genutzt. Bei Bedarf wurden freie Parzellen angeboten.

Heiko Hoffmann

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