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Wismar Damals in Wismars Mini-Zoo: Konzerte und Feste locken Tausende
Mecklenburg Wismar Damals in Wismars Mini-Zoo: Konzerte und Feste locken Tausende
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10:32 01.04.2019
Die Puhdys haben auf der Freilichtbühne gespielt - hier ist allerdings nur die Vorgruppe zu sehen. Quelle: E-Mail-OZ-Lokalredaktion-WIS
Wismar

Wismars Mini-Zoo feiert in diesem Jahr 50. Geburtstag. Im Herbst gibt es deshalb ein Fest für ehemalige Mitarbeiter und Helfer. Dass man gut feiern kann, das hat das Tierpark-Team in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen. Vor allem in den Achtziger und Neunziger Jahren sind zahlreiche Veranstaltungen auf die Beine gestellt worden – und „es kamen sehr viele Besucher“, erinnert sich Parkchef Michael Werner.

So waren die Feste in Wismars Mini-Zoo

Die Puhdys haben auf der Freilichtbühne gespielt

Kinder seien auf Ponys geritten, hätten mit ihren Eltern Indianer und Cowboys-Shows angeschaut. Schlangentänzerinnen sind aufgetreten und Musiker haben für Unterhaltung gesorgt – nicht nur während der Tierparkfeste. Auch Konzerte sind organisiert worden – auf der ehemaligen Freilichtbühne im Köppernitztal. Die hat damals zur Heimattierpark gehört und einige bekannte Künstler empfangen. Die Puhdys sind da gewesen, auch Sängerin Inka Bause. Schon als Teenie hat sie es in die DDR-Hitparaden geschafft, heute ist sie bekannt als Moderatorin der TV-Verkupplungsshow „Bauer sucht Frau“. Auch Ralf Schmidt alias IC (Falkenberg) hat auf der Freilichtbühne gesungen. „Die Creme de la Creme der DDR-Musikszene ist bei uns gewesen“, berichtet Michael Werner. Ein Foto vom Puhdys-Konzert hat er leider nicht, nur eins von der Vorgruppe der Rockmusiker. Wer die gewesen ist, weiß er nicht mehr. Aber: Die großen Lkws, die die Bühnentechnik der Puhdys transportiert hätten, an die kann sich Werner noch erinnern. Denn: „Sie haben sämtliche Wimpelketten und andere mühsam angebrachte Dekoration heruntergerissen, weil der Weg so schmal war.“ Die Zuwegung vom Festplatz hätte es damals noch nicht gegeben. Die Hunderten Sitzplätze auf der Freilichtbühne sind voll besetzt gewesen – so wie meist. Auch weil dort im Sommer fast jeden Abend Filme gezeigt wurden.

Sponsoren unterstützen die Einrichtung

1969 ist der Heimatpark anlässlich des 20. Jahrestages der DDR gegründet worden. Seither haben viele Menschen mitangepackt, um den „Mini-Zoo“ zu einer Besucher-Attraktion zu machen. Auch zahlreiche Sponsoren haben die Einrichtung unterstützt und machen es immer noch – so wie Dieter Urban und sein Sohn Falko von der gleichnamigen Gärtnerei in Triwalk bei Wismar. Sie haben zum 50-jährigen Bestehen des Mini-Zoos eine 15 Jahre alte Linde spendiert. Sie ist im Alpaka-Gehege gepflanzt worden und soll den Tieren künftig Schatten spenden.

Dieter Urban und Tierpark-Gärtnerin Ingrid Fritz füttern vor der neuen Linde die Alpakas. Quelle: Kerstin Schröder

Der Geburtsort des Mini-Zoos, wie ihn die Wismarer liebevoll nennen, ist das Areal rund um den Teich im Köppernitztal gewesen. Dort sind kleine Volieren und Anlagen entstanden. Wenig später kommt noch eine Gaststätte hinzu. Die erfreut sich großer Beliebtheit, und damit beginnen die Probleme. Denn weil sie bis in die Abendstunden geöffnet hat, gibt es immer wieder Zwischenfälle mit angetrunkenen Gästen. Deshalb wird überlegt, den Zoo einzuzäunen oder zu verlegen. Man entscheidet sich für Letzteres. 1978 erfolgt der Umzug auf ein Areal neben dem Bürgerpark. Dort befindet er sich noch heute und begrüßt jährlich etwa 140 000 Gäste.

Zeitzeugen der vergangenen 50 Jahre werden gesucht

Bis zur Jubiläumsfeier möchte die Wismarer OZ-Lokalredaktion die Entwicklungsgeschichte des Tierparks beleuchten sowie unterhaltsame Anekdoten und Erlebnisse ehemaliger Beschäftigter oder Besucher des Tierparks in loser Folge präsentieren. Wer etwas erzählen möchte oder schöne Fotos aus den 50 Tierpark-Jahren hat, kann sich telefonisch (0 38 41 / 4 15 65) oder per E-Mail (wismar@ostsee-zeitung.de) melden. Die Mitarbeiter des Mini-Zoos hoffen auf eine große Resonanz und auf ein interessantes und unterhaltsames Fest im Herbst – verbunden mit einer Zeitreise durch 50 Jahre Tierparkgeschichte.

Kerstin Schröder

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