Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Jobcenter hilft bei Qualifizierung
Mecklenburg Wismar Jobcenter hilft bei Qualifizierung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:17 29.06.2018
Wie auf den MV Werften werden in Wismar auch in zahlreichen anderen Branchen Mitarbeiter dringend gesucht. Quelle: Kerstin Schröder
Anzeige
Wismar

„Wir nähern uns in Nordwestmecklenburg der Vollbeschäftigung.“ Martin Greiner, Geschäftsführer des Jobcenters, und Petra Groth, Leiterin der Agentur für Arbeit in Wismar, präsentieren auch für den Monat Juni niedrigere Zahlen als im Vormonat und auch im Vorjahresmonat.

Demnach liegt die Zahl der Menschen ohne Arbeit in Wismar derzeit bei 3161, die Arbeitslosenquote bei 7,7 Prozent. Im Landkreis sind 5161 Menschen arbeitslos gemeldet, die Quote liegt bei 6,2 Prozent.

Anzeige

Mitarbeiter dringend gesucht

Die Tendenz sei weiter sinkend, sagt Petra Groth. Gleichzeitig aber werde das Missverhältnis zwischen freien Stellen und passenden Bewerbern immer größer. Sowohl Arbeitsagentur als auch Jobcenter wollen deshalb künftig andere Wege gehen. „Die Chemie muss stimmen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber – den Rest kriegen wir hin“, sagt Greiner.

Getestet werden soll das beispielsweise in einem Betriebspraktikum, auf das dann eine entsprechende Qualifizierung folgen kann oder eine finanzielle Unterstützung des Arbeitgebers. Im Falle von Menschen, die Grundsicherung beziehen, können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über eine sogenannte Probebeschäftigung bei vollem Gehalt kennenlernen.

Weiterbildung als Chance nutzen

„Wir wünschen uns, dass sich mehr Menschen auch für eine Umschulung entscheiden, als sich beispielsweise mit Helfertätigkeiten eine nur kurzfristige Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu suchen“, ermuntert Groth ihre Kunden. Derzeit würden knapp 70 Prozent der Teilnehmer von Weiterbildungsmaßnahmen anschließend in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt.

Auch auf dem Ausbildungsmarkt ist die Zahl der zu besetzenden Lehrstellen deutlich höher als die Zahl der Bewerber. „Die jungen Leute haben nun die Chance, in der Region zu bleiben“, sagt Groth. Beliebt sei nach wie vor die Ausbildung im Einzelhandel, im Büro, in der Gastronomie oder im Kfz-Bereich.

Nicole Buchmann