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Wismar Riesenei: Huhn bei Wismar legt sensationelle Überraschung
Mecklenburg Wismar Riesenei: Huhn bei Wismar legt sensationelle Überraschung
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08:48 29.03.2019
Ole Prüter (15) aus Hagebök bei Wismar hat etwas Besonderes im Hühnerstall gefunden: ein Ei in einem Ei. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar

Ei, Ei, Ei – oder besser gesagt: Ei im Ei. So etwas gibt es tatsächlich - und zwar bei den Hühnern von Hartmut Prüter und seinem Enkel Ole – und das knappe drei Wochen vor Ostern. Beide halten sich ein paar Hühner in Hagebök bei Wismar. Mit den geflügelten Tieren kennen sich die beiden bestens aus. Doch was sie vor einigen Tagen plötzlich im Hühnerstall entdeckten, hat sie in riesiges Staunen versetzt. Eines ihrer Hühner hat ein übergroßes Ei gelegt – und das ist noch nicht alles. Im Ei verbarg sich noch ein Ei.

„Ich habe so etwas noch nie gesehen“

"Ich habe so etwas noch nie gesehen", sagt der 15-jährige Ole, der sich mit Hühnern bestens auskennt. Sein Großvater Hartmut Prüter kann sich erinnern: "Ich habe 1995 schon einmal so ein Ei im Ei gehabt, danach nie wieder. Das wär’ doch fast ein Fall für das Guinnessbuch der Rekorde", sagt er noch schmunzelnd und ermutigt seinen Enkel, das Ei ruhig zu öffnen, das die beiden mit ins OZ-Verlagshaus nach Wismar gebracht haben. Ole schüttelt noch einmal vorsichtig, dann piekt er die Schale des etwa acht Zentimeter großen Eis auf. Ein normales Ei ist nur etwa halb so groß. Heraus läuft Eiweiß und auch Dotter. Und… ein weiteres Ei in der großen Schale kommt zum Vorschein. Auch in diesem Ei ist ganz normales Eiweiß und Eigelb enthalten. Fasziniert und erstaunt blicken Großvater und Enkel ihren Fund an.

Phänomen taucht bei einem von drei Millionen Eiern auf

Angelika Mevius, Vorsitzende des ältesten Rassegeflügelzuchtvereins in Wismar, dem Verein „Waterkant“ von 1878, bestätigt: Dieses Phänomen ist extrem selten. „So etwas passiert nur bei einem von drei Millionen Eiern“, sagt die Expertin. Sie und ihr Mann, der Ornithologe ist, haben sich extra noch einmal kundig gemacht. „Es handelt sich dabei um eine Fehlbildung“, erklärt die Expertin. Das erste Ei sei dabei im sogenannten Legedarm des Huhns stecken geblieben. Weil aber das nächste schon produziert wird, reißt das erste ein und das zweite rutscht dort hinein. „Die Eierschale wird erst im Legedarm gebildet“, weiß die Klützerin.

Riesige Oster-Überraschung in Wismar: Ein Ei in einem Ei.

Generell können bei Hühnereiern verschiedene Fehlbildungen auftreten. „Einige haben auch nur eine ganz weiche, pergamentartige Schale. Dann leidet das Huhn meist unter einem Mangel“, sagt Angelika Mevius. Auch dass mal zwei Eigelbe in einem Ei zu finden sind, komme vor. Zu dem Tier aus Hagebök, das das Riesenei gelegt hat, sagt sie: „Das arme Huhn.“ Schließlich seien die Eier, die die Tiere sonst legen nur etwa halb so groß.

Das Huhn aus Hagebök, das das besondere Ei gelegt habe, hat zwar keinen Namen - den haben bekommen bei den beiden nur die Hähne - „aber sonst legt es ganz normale und leckere Eier wie die anderen Hühner auch“, sagt Hühnerbesitzer Hartmut Prüter.

Kreisagrarmuseum stellt Küken und besondere Eier aus

Rund ums Ei geht es derzeit übrigens auch im Kreisagrarmuseum in Dorf Mecklenburg. Dort werden am Gründonnerstag, also am 18. April, Küken schlüpfen, die zuvor von Museumspädagogin Birgit Bruhs in einem historischen Brutschrank versorgt wurden. Und auch Angelika Mevius trägt im Museum zur guten Oster-Stimmung bei. Sie hat eine kleine Eierausstellung zur Verfügung gestellt. Jede Hühnerrasse produziert ihre eigenen individuellen Eier in Größe, Form und Farbe. Diese Eier sind also ganz natürlich gefärbt.

Michaela Krohn

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