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Wismar Feuerwehren üben Ernstfall in Krassow
Mecklenburg Wismar Feuerwehren üben Ernstfall in Krassow
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17:30 27.10.2019
Das Beruhigen der Verletzten und auf Hilfe Wartenden gehört auch zu den Aufgaben der Feuerwehrleute. Quelle: kerstin erz
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Krassow

Die Sirenen schrillen über Krassow, Zurow, Neukloster, Warin, Jesendorf, Glasin, Lübberstorf. Das muss was Großes sein, wird gemunkelt. Und tatsächlich: Auf der Autobahn Höhe Krassow waren gerade zwei LKW am Überholen, als ein Manitou aus der Baustellenausfahrt kommt, dabei noch einen Bauklotz verliert, über den ein PKW mit zwei jungen Frauen fahren, der in die Luft geschleudert werden und hinter den gerade in die Vollbremsung gegangenen LkW auf der Seite zum Liegen kommt.

Damit noch nicht genug: Zeitgleich kommt in einer scharfen Kurve im Industriegebiet von Krassow ein Bus aufgrund zu hoher Geschwindigkeit ins Schleudern und kippt auf die Seite. Ein entgegenkommender Traktorfahrer erschrickt sich so sehr, dass er voll in den vor ihn bremsenden PKW fährt und diesen noch in den Bus schiebt.

Allein im Bus zählen die alarmierten Feuerwehren 10 Verletzte, darunter einige Kinder, etliche schwer, ebenso der PKW-Fahrer. Der Traktorist steht unter schwerem Schock. Um die Unfallstelle herum behindern massiv Eltern die Arbeit der Einsatzkräfte in Sorge um ihre Kinder.

Auf der Autobahn sieht es nicht anders aus: Zwei schwer verletzte und eingeklemmte Frauen im PKW, die LKW-Fahrer teilweise eingeklemmt und unter Schock stehend, ebenso wie der Manitou-Fahrer. Feuerwehr und Rettungskräfte haben alle Hände voll zu tun. Die Freiwillige Feuerwehr Neuburg muss nachgeordert werden. Der Rettungshubschrauber kann wegen zu starken Windes nicht landen. Es müssen Rettungswagen aus mehreren Landkreisen angefordert werden.

Nur eine Übung

Das alles ist glücklicherweise nur eine Großübung der freiwilligen Feuerwehren des Amtes Neukloster-Warin und der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg auf dem Industriegelände der Firma Rainer Schwarz in Krassow. „Aber genauso könnte sich so ein Unfall abgespielt haben“, meinte Rainer Müller, der stellvertretende Amtswehrführer des Amtes Neukloster. Er hatte dieses Szenario zusammen mit der Jugendwehr Krassow und einigen Mitarbeitern der Firma Schwarz organisiert.

Unter der Leitung des Amtswehrführers Lars Krasemann lief dann die Rettungsübung ab. 90 Kameraden mit zehn Feuerwehren sowie Sven Hensl, Roman Warias, Tommy Klaczek und André Klaut von der Rettungswache Reinstorf bemühten sich um eine detailgetreue Rettung der Menschen. Insgesamt 20 Statisten mussten aus den Fahrzeugen herausgeschnitten, getragen, heruntergeholt werden.

In der Auswertung gestanden so einige Kameraden: „An einem LKW haben wir noch nie gearbeitet. Das ist schon ein ganz andere Geschichte. Allein, wenn wir eine LKW-Tür herausschneiden müssen. Die ist so schwer, sie könnte uns erschlagen. Das muss man bedenken und sie entsprechend sichern.“

In der Auswertung schätzte die Amtswehrführung ein, dass die Mitarbeit aller Kameraden sehr gut war. Keiner stand nur rum. „Sie machten sogar mehr, als sie sollten. Den Bus abstützen zum Beispiel“, so Rainer Müller. Um 12 Uhr war die Übung beendet und es wurde entspannt noch dank der Firma Schwarz gegessen und getrunken. Alle waren sich aber einig: „Übungen hatten wir ja schon viele, aber so eine intensive noch nie. Das muss wiederholt werden!“

Von Kerstin Erz

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