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Wismar Gallentiner wollen nicht von Bahngleisen umzingelt sein
Mecklenburg Wismar Gallentiner wollen nicht von Bahngleisen umzingelt sein
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07:59 19.11.2019
Das Dorf würde mit der geplanten Südkurve in einem Bahndreieck liegen. Quelle: Peter Täufel
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Gallentin

David gegen Golliath – so kann man die Gegner vergleichen, die im kleinen Ort Gallentin bei Bad Kleinen (Landkreis Nordwestmecklenburg) aufeinandertreffen. Allerdings nicht mit Waffen wie im biblischen Duell, sondern mit Argumenten und öffentlichem Druck. Letzteren wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative jetzt erhöhen – mit Spruchbändern und vielleicht auch noch mit Autoaufklebern. Ihr Ziel ist es, Vertreter der Deutschen Bahn an den Gesprächstisch zu bekommen. Denn wird das neue Bahnprojekt wie geplant umgesetzt, „wird unser Ort von Bahngleisen eingeschnürt, so dass man nicht mehr atmen kann“, verdeutlicht Klaus Hoffmeister, Sprecher der Bürgerinitiative, die Befürchtung. Die teilen viele Gallentiner. Nicht einmal 14 Tage hat es gedauert, bis sich 320 Einwohner des Bad Kleinener Ortsteils in die Unterschriftenlisten eingetragen und damit eine Verlegung der geplanten Verbindungskurve Gallentin gefordert haben.

Durch den Bau einer zweigleisigen Trasse ab dem Jahr 2024 soll im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke LübeckSchwerin im Zusammenhang der Fehmarn-Belt-Querung der Bahnhof von Bad Kleinen umgangen werden. Diese im allgemeinen Sprachgebrauch „Südkurve“ genannte Verbindungskurve Bad Kleinen soll nach Planung der Deutschen Bahn Netz AG nur etwa 200 Meter von der Ortsbebauung entfernt und über einen bis zu fünf Meter hohen Damm verlaufen. Damit läge ein Großteil des 1186 erstmals urkundlich erwähnten Gutsdorfs innerhalb eines von drei Bahnlinien gebildeten Dreiecks. „Und das würde die Lebensqualität erheblich beeinflussen“, sagt Hoffmeister. Alternativrouten sind entwickelt, mehrere Schreiben an die Bahn verfasst worden. „Wir wollen nicht auf unserer Variante beharren, sondern es sollen alle Varianten verglichen und bewertet werden.“ Ein Entgegenkommen der Bahn habe es noch nicht gegeben. Allerdings soll es zu einem Treffen mit dem Konzernbevollmächtigten für die Region Ost geben. „Einen Terminvorschlag haben wir aber noch nicht erhalten“, bedauert Hoffmeister.

Erst vor wenigen Tagen hat es wieder eine Versammlung der Bürgerinitiative gegeben. Auf der ist beschlossen worden, dass die Gruppe unter einem neuen Namen auftritt: „Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Gallentin“. Ein Logo wird entwickelt. „Außerdem sollen Aktionen geplant werden, die unser Anliegen in die Öffentlichkeit tragen“, berichtet Hoffmeister. Dazu gehören drei Spruchbänder, die aufgehängt werden sollen – unter anderem am Gebäude der Feuerwehr.

Von Kerstin Schröder

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