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Wismar Gemeinde kauft Landwarenhaus nicht
Mecklenburg Wismar Gemeinde kauft Landwarenhaus nicht
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08:30 16.04.2018
Seit Jahren ein Schandfleck inmitten von Dorf Mecklenburg: das ehemalige Landwarenhaus mit Stall an der Bahnhofstraße. Dahinter befindet sich die Ruine der Edeka-Kaufhalle. Sie stellte Ende November 2013 ihren Betrieb ein. Quelle: Haike Werfel
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Dorf Mecklenburg

Die Gemeinde wird das ehemalige Landwarenhaus in der Bahnhofstraße nicht kaufen, um es zu einem Dorfgemeinschaftshaus umzubauen. Diese Idee der Arbeitsgruppe „Wettbewerb ,Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft’“ aus dem vergangenen Sommer ist vom Tisch. „Es war eine erste Überlegung, den Bereich mit dem Landwarenhaus und der alten Kaufhalle als Dorfkern zu entwickeln“, berichtete Wolfgang Glaner (SPD), 2. stellvertretender Bürgermeister und Leiter der Arbeitsgruppe. Damit wäre zugleich der größte Schandfleck im Dorf beseitigt worden. „Aber es ist arbeitsmäßig und aus Kostengründen für uns nicht machbar“, erklärte Glaner jetzt. Auch das Umfeld sei für ein Dorfgemeinschaftshaus nicht gegeben.

Feuerwehrgebäude soll überplant werden

Stattdessen soll nun am Standort der freiwilligen Feuerwehr das Dorfgemeinschaftshaus angesiedelt werden. Das Areal Am Burgwall mit der Achse Kirche, Pfarrscheune, -haus und -witwenhaus, die den historischen Dorfkern bilden, eigne sich laut Arbeitsgruppe besser, um entwickelt zu werden. Die Gemeindevertreter beschlossen mehrheitlich, 85000 Euro für die Überplanung des Feuerwehrgebäudes zu nutzen. Das Geld wurde im Haushalt 2018 ursprünglich für den Kauf des Landwarenhauses und Projektkosten eingestellt.Die Feuerwehr soll in den Schwarzen Weg umziehen auf das gemeindeeigene Gelände der früheren Beschäftigungsinitiative Arbeit und Umwelt (B.A.U.). Die Fahrzeugausfahrt ist in Richtung Nachtkoppel vorgesehen.

Bausicherungsauflagen für Eigentümer

Dennoch ist die Gemeinde daran interessiert, dass der Schandfleck Landwarenhaus verschwindet und der Bereich weiterentwickelt wird. „Hier ist Gefahr in Verzug“, meint Reinhard Kraatz. Nicht nur das Backsteingebäude ist marode, sondern auch der massive Stall dahinter. Die Bauordnungsbehörde des Landkreises soll nun dem Eigentümer Bausicherungsauflagen erteilen und dafür eine Frist setzen. Die ebenfalls seit Jahren leer stehende Kaufhalle hinter dem Landwarenhaus wird abgerissen, sobald der Landkreis die Genehmigung erteilt hat, informierte Investor Michael Zucker die Gemeindevertreter.

Investoren entwickeln zweiten Bauabschnitt in Karow

Die Hecht & Zucker Grundstücksverwaltungs GbR aus Hohen Viecheln will außerdem im Ortsteil Karow westlich vom Rosenthaler Weg den zweiten Bauabschnitt hinter dem 2016/2017 realisierten erwerben, als Wohngebiet entwickeln, planen, erschließen und anschließend bebauen. „Aus heutiger Sicht werden wir mit Herrn von Lewinski bei diesem Projekt zusammenarbeiten“, informierte Michael Zucker. Auf Nachfrage der Gemeindevetreter antwortete er, dass in dem neuen Baugebiet maximal 39 Bauplätze entstehen könnten. Mit der Erschließung solle Mitte beziehungsweise Ende nächsten Jahres begonnen werden. Der Baustart für die ersten Wohnhäuser ist parallel zur Erschließung geplant. Die Investoren versichern, die Anregungen der Gemeinde bezüglich eines Spielplatzes und eines Gehweges zum Rosenthaler Weg beachten zu wollen. Sie beantragten eine „Positivaussage“ zu ihrem Gesamtprojekt, die die Gemeindevertreter einstimmig gaben.

Haike Werfel

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