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Wismar Willkommen zum Schwedenfest: Großsegler „Mir“ legt mit 132 Kadetten in Wismar an
Mecklenburg Wismar Willkommen zum Schwedenfest: Großsegler „Mir“ legt mit 132 Kadetten in Wismar an
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19:00 15.08.2019
Das russische Segelschulschiff „Mir“ hat am Donnerstagmittag im ehemaligen Wismarer Holzhafen festgemacht. Der Schlepper „Fairplay VII“ half beim Anlegen. Quelle: Michaela Krohn
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Wismar

Die russische Flagge weht im Wismarer Hafen – und zwar an Bord der „Mir“. Der russische Großsegler hat am Donnerstagmittag am ehemaligen Holzhafen festgemacht und wird bis Sonntag in der Hansestadt liegen. Möglich gemacht hat das vor allem der Verein „Licht am Horizont“, der am Sonnabend zu einer Ausfahrt mit dem 109 Meter langen Segelschulschiff lädt.

Die „Mir“ gilt als der schnellste Großsegler der Welt. In den Wismarer Hafen ist das Schiff aber nur ganz langsam eingefahren – mithilfe des Schleppers „Fairplay VII“, der extra aus Warnemünde kam, um den imposanten Segler sicher in den Hafen zu bringen.

Der russische Großsegler „Mir“ ist in Wismar angekommen

180 Crew-Mitglieder und Kadetten an Bord der „Mir“

132 Kadetten befinden sich an Bord der „Mir“, hinzukommen 40 Crew-Mitglieder, vier Ausbilder und vier Trainees. Wenn die „Mir“ am Sonnabend mit den Wismarer Gästen zum Tagestörn aufbricht, kommen dafür 80 Kadetten an Land.

Doch bevor am Freitag überhaupt jemand an Bord des Schiffes gehen konnte, haben Zoll und Bundespolizei kontrolliert, ob alle Papiere stimmen. Erst dann konnten Norbert Gelhart und Martina Krimmling von „Licht am Horizont“ und Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) auf das Schiff kommen, um Kapitän Andrey Orlov und seine Mannschaft in Wismar zu begrüßen. Norbert Gelhart, der auch das Segelschiff „Vega Gamleby“ zum Schwedenfest in Wismars Hafen geholt hat, sagt bei der Ankunft der „Mir“ überglücklich: „Es ist einfach toll, diese beiden Schiffe in Wismar zu haben.“

Auch von Land haben sich viele Schaulustige das Spektakel angeschaut. So ein großes Schiff liegt schließlich nicht alle Tage in der Hansestadt. Barbara und Stefan Laroque machen zum Beispiel gerade Urlaub in Wismar und sind mit ihren Töchtern zum Hafen gekommen. „Es ist doch toll, so ein Schiff hier zu sehen“, sagt der Familienvater, der auch selbst Modellschiffe baut.

Mario Hermsen und Joachim Schnell stehen schon lange vor Ankunft am Hafen und warten auf das Segelschiff. Die beiden Wismarer wollen sich die Attraktion nicht entgehen lassen. „Wir freuen uns sehr auf das Segelschiff. Das ist ein Highlight in Wismar“, sagt Mario Hermsen.

Begeisterte Zuschauer an der Kaikante

„In der Zeitung haben wir gelesen, dass das Segelschiff hier in Wismar anlegt und wollten uns das nicht entgehen lassen. Das ist uns krönender Abschluss, bevor es wieder in einer Stunde nach Hause geht“, sagt auch Urlauberin Monika Würdig. Auch Norbert und Margrit Stanislawski sind beeindruckt. Sie sind das erste Mal auf dem Schwedenfest. Drei Tage verbringt das Ehepaar in Wismar, bevor es wieder nach Berlin zurückgeht. Sie sagen: „Das Segelschiff ist einfach überwältigend.“

Machen Urlaub in Wismar und freuen sich auf die "Mir": Barbara, Madeleine, Amelie, Fabienne und Stefan Laroque (v.l.) im Hafen von Wismar. Quelle: Michaela Krohn

Offizieller Startschuss für das 20. Schwedenfest ist am Freitag um 16 Uhr auf dem Marktplatz. Bereits um 12 Uhr findet die erste Vorführung einer historischen Schlacht dort statt. Dargestellt werden schwedische Karolinertruppen mit Kavallerie, Infanterie und Artillerie – wie im Jahr 1700.

Entenrennen für den guten Zweck

An einem Stand hinter dem Rathaus verkaufen bis Sonntag 11 Uhr Mitglieder des Leo-Clubs 300 kleine Quietsche-Enten. Am Sonntag um 13 Uhr werden die dann an der Schweinsbrücke (Frische Grube) in ein Wettschwimmen geschickt. Die Besitzer der Schnellsten bekommen Preise, unter anderem ein Restaurant-Gutschein für das Steigenberger Hotel in Wismar. Auch die OSTSEE-ZEITUNG beteiligt sich mit zehn Kalendern. Die meisten Enten werden gelb sein, doch sie können auch bunt bemalt oder dekoriert werden. Eine kostet 4 Euro. Der Erlös kommt in diesem Jahr den Poeler Seenotrettern zugute.

Wismar sucht noch Königspaare für die Stadtwette

Die Stadt Wismar sucht zudem noch Menschen, die Spaß am Wetten haben. Um die Stadtwette gegen den NDR zugewinnen, müssen sich am Sonnabend nämlich 50 Königspaare auf dem Rathaus treffen. „Wenn Sie also noch ein historisches Königs- oder Königinnenkostüm im Schrank haben, hier ist die Gelegenheit, es auszuführen. Aber auch moderne Varianten sind möglich, die Monarchinnen und Monarchen von heute kleiden sich in der Regel schick, die Damen gerne mit Hut und die Herren in dunklen Anzügen, Smokings, im Gehrock oder im Frack“, heißt es im Aufruf der Hansestadt. Das sei auch die ideale Gelegenheit, die Abikleider und Anzüge wieder auszuführen. Accessoires, wie Schärpen oder Diademe können im begrenzten Maße gestellt werden. Kleine Prinzessinnen und Prinzen sind auch willkommen. Treffpunkt ist am Sonnabend um 19 Uhr auf dem Marktplatz vor der Bühne links und ab 19.30 Uhr geht es dann los mit der Stadtwette.

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