Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Hilfe aus Wismar nach Erdbeben in Albanien
Mecklenburg Wismar Hilfe aus Wismar nach Erdbeben in Albanien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
16:46 27.11.2019
Nach dem schweren Erdbeben in Westalbanien durchsuchen Rettungskräfte die Trümmer eines eingestürzten Gebäudes. Die Zahl der Todesopfer ist in der Nacht gestiegen, während lokale und internationale Rettungsteams weiterhin eingestürzte Gebäude nach Überlebenden durchsuchen. Quelle: dpa
Anzeige
Wismar

Der Christliche Hilfsverein Wismar (CHW) bittet nach dem Erdbeben in Albanien um Unterstützung. Das Erdbeben vom frühen Dienstagmorgen war das stärkste in Albanien seit Jahrzehnten. Bisher wurden 23 Tote und mehr als 600 Verletzte gemeldet. CHW-Chef Frieder Weinhold: „Viele Familien brauchen eine Unterkunft und sind auf Unterstützung durch Kleidung, Decken und anderes angewiesen.“

Das Zentrum des Erdbebens lag an der albanischen Küste bei Durrës, wo es die größten Schäden gab. Das Beben erschütterte aber ganz Albanien und war fast überall auf der Balkanhalbinsel zu spüren. Polizei und Militär wurden eingesetzt, um Überlebende aus den Trümmern zu bergen. Italien, Griechenland, Ungarn und Kosovo schickten bereits Such- und Rettungsmannschaften.

Anzeige

Wismar verbindet seit dem Frühjahr eine Städtepartnerschaft mit der albanischen Stadt Pogradec. Die Albanienhilfe gibt es seit fast 30 Jahren. Aktuell ist ein längst geplanter Hilfstransport mit Weihnachtspäckchen von Wismar nach Pogradec unterwegs. Jetzt, so Weinhold, werde zusätzliche Hilfe benötigt.

Die Feuerwehr von Pogradec, die über ein ausgemustertes Feuerwehrfahrzeug aus Wismar verfügt, ist im Erdbebengebiet im Einsatz. Der Christliche Hilfsverein Wismar und die Partnerorganisation Diakonia Albania leisten jetzt zusätzliche Arbeit. Weinhold: „In unserem Lager in Pogradec lagern gerade Sachspenden aus dem letzten Hilfstransport einer Partnerorganisation sowie Familienpakete, die im Rahmen unserer Weihnachtsaktion gebracht wurden. Unsere Mitarbeiter prüfen derzeit Möglichkeiten, wie wir gemeinsam mit unseren Partnern helfen können.“

Am Mittwoch wurde ein Spendenaufruf gestartet. Weinhold: „Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, die vorhandenen Möglichkeiten zu erweitern – durch den Kauf zusätzlicher Hilfsgüter, für Transportkosten und Verpflegung der Helfer. Beteiligen Sie sich an unserer Facebook-Spendenaktion oder nutzen Sie unser Spendenkonto bei der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, IBAN: DE51140510001200014100, BIC: NOLADE21WIS (Verwendungszweck: Erdbebenopfer). Weitere Infos unter: www.chwev.de

Von Heiko Hoffmann

Anzeige