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Wismar Hitzewelle: Wasserverbrauch in Wismar steigt deutlich
Mecklenburg Wismar Hitzewelle: Wasserverbrauch in Wismar steigt deutlich
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17:17 09.06.2018
Der Wasserverbrauch in Wismars Haushalten und Gärten ist in den vergangenen Wochen laut Stadtwerken deutlich angestiegen. Eine Wasserknappheit wird jedoch nicht befürchtet. Quelle: Söllner Frank
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Wismar

Temperaturen über 30 Grad Celsius, seit Wochen kein Regen – durch Hitze und Trockenheit steigt so auch der Bedarf an Trinkwasser. Zudem haben auch Kleingärtner mit der anhaltenden Trockenheit zu kämpfen. „Der tägliche Wasserverbrauch in den letzten Wochen spiegelt deutlich die Hitzewelle wieder“, teilen die Stadtwerke Wismar mit. Denn der tägliche Wasserverbrauch liegt im Moment zwischen 8000 und 10 000 Kubikmetern. Sonst sind es im Durchschnitt täglich 6000 bis 8000 Kubikmeter Trinkwasser, die aus Wismars Armaturen sprudeln, sodass jeder Wismarer im Durchschnitt 90 Liter Wasser täglich benötigt. Für Gesamtdeutschland liegt der Durchschnittsverbrauch sogar bei 129 Litern pro Person.

Erhöhter Verbrauch ist mit einkalkuliert

Trotz der rund 2000 Kubikmeter, die nun jeden Tag mehr von den Stadtwerken in Wismars Haushalte gepumpt werden, bestehe kein Grund zur Sorge. „Die Wasserversorgung in Wismar ist auch bei anhaltender Trockenheit und Hitze gesichert“, betont Andreas Grzesko, Geschäftsführer der Stadtwerke Wismar. In der Hansestadt gebe es überall genügend und ausreichend Wasser, rund um die Uhr, in hervorragender Qualität.

„Wir haben genügend Reserven, Spitzenverbräuche sind mit einkalkuliert. Auch wenn es in diesem Sommer weitere Wochen trocken bleibt, muss sich niemand Sorgen um sein Trinkwasser machen“, so Andreas Grzesko weiter.

Auch Kleingärtnern macht die Hitze zu schaffen. Seit Wochen hat es keinen merklichen Niederschlag gegeben. Ohne ständiges Sprengen und Gießen würden die Pflanzen in den Gärten verdursten.

Landesforstamt: Waldbrandgefahr steigt weiter

Auch die Waldbrandgefahr steigt weiter. Erst in der vergangenen Woche setzte das Landesforstamt auch für Teile Nordwestmecklenburgs Waldbrandgefahrenstufe<TH>4 fest (die OZ berichtete). Im Südwesten des Landes gilt nun sogar die höchste Warnstufe. Die hohen Temperaturen verbunden mit teils starken Winden und den nur lokalen Niederschlägen führen zudem weiterhin dazu, dass die Waldbrandgefahr auch in den anderen Landesteilen stetig steigt.

Lediglich in den Küstenwäldern von Rostock, über den Altkreis Bad Doberan bis zum Landkreis Nordwestmecklenburg besteht die Stufe 3. Vor allem in den großflächigen Kiefernwaldgebieten ist die Zündbereitschaft extrem hoch.

Speicher in Kritzow und am Köppernitztal erhöhen Druck

Die anhaltende Hitze sei allerdings kein Problem für die zwei Wasserwerke in Wismar-Wendorf und Friedrichshof, heißt es bei den Stadtwerken. Auch die Wasserqualität bleibe unverändert, selbst wenn es wochenlang trocken bleibt. Das Wismarer Trinkwasser wird ausschließlich aus dem Grundwasser aus 60 bis 90 Metern Tiefe gewonnen. Nach der Aufbereitung im Wasserwerk gelangt das Wasser über das 298 Kilometer lange Rohrnetz bis zu den Wasserhähnen in den Haushalten. Als „Reserve“ und zur Druckerhöhung dienen Wasserspeicher in Kritzow und am Köppernitztal mit einer Gesamtspeichermenge von 12 000 Kubikmetern.

Gartenwasser ist günstiger als „normales“ Trinkwasser

Die Stadtwerke Wismar bieten ihren Kunden zudem „Gartenwasser“ an. Dabei handelt es sich um ein Produkt, bei dem Trinkwasser speziell für die Nutzung im Garten angeboten wird. Dafür wird ein extra Zähler benötigt. Das Gartenwasser ist außerdem günstiger als „normales“ Trinkwasser. Denn für das verbrauchte Gartenwasser müssen keine Abwassergebühren gezahlt werden.

Michaela Krohn

Der Neubau am Wismarer Hafen hat 5,5 Millionen Euro gekostet, knapp 2,2 Millionen Euro davon stammen aus Bundes- und Landesfördermitteln. Bürgermeister Thomas Beyer und Infrastrukturminister Christian Pegel haben das Parkhaus am Donnerstag eröffnet.

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