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Wismar Höhere Parkgebühren auf Poel
Mecklenburg Wismar Höhere Parkgebühren auf Poel
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07:27 19.01.2019
Wer die Insel Poel besucht und auf kostenpflichtigen Stellplätzen der Gemeinde parkt, muss ab 2019 mehr bezahlen. Quelle: Ulrich Jahr
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Kirchdorf

Auf der Insel Poel gelten im neuen Jahre höhere Parkgebühren. Beim Parken bis zu einer Stunde ändert sich nichts für Autos und Wohnmobile. Hier bleibt es bei 1 bzw. 2 Euro. Ansonsten gelten folgende Gebühren für Autos: bis zwei Stunden 2 Euro (bisher 1,50 Euro), bis vier Stunden 3,50 Euro (bisher 2,50 Euro), eine Tageskarte kostet 5 Euro (bisher 4 Euro), eine Jahreskarte 35 Euro (bisher 25 Euro). Bei Wohnmobilen wurden von den Poeler Gemeindevertretern folgende Änderungen beschlossen: bis zwei Stunden 4 Euro (bisher 3 Euro), bis vier Stunden 7 Euro (bisher 5 Euro), eine Tageskarte kostet 10 Euro (bisher 8 Euro).

Zu den Gründen führt die Verwaltung an: „Steigende Kosten, vor allem im Bereich Personal und Seegrasberäumung, machen eine Preisanpassung der Parkgebühren erforderlich.“ Der Vergleich mit den Nachbarorten und anderen Seebädern zeige, dass die Gebühren fürs Parken auf der Insel deutlich darunter liegen. Seit 2011 wurden die Parkgebühren auf Poel nicht erhöht.

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Beschlossen haben die Gemeindevertreter außerdem die Aufstellung des Bebauungsplanes „Wohnmobilstellplatz Am Schwarzen Buch“. Dieser umfasst den bestehenden Parkplatz. Mit dem Bebauungsplan sollen planungsrechtliche Voraussetzungen für die Entwicklung eines Wohnmobilstellplatzes mit Sanitärgebäude einschließlich Frischwasserentnahme und einer Entsorgungsstation für Schmutzwasser von Wohnmobilen auf einem Teilbereich des Parkplatzes geschaffen werden. Die Gemeinde möchte damit ihr Angebot an Wohnmobilplätzen erweitern.

„Der Bedarf ist vorhanden. Es gibt immer mehr Urlauber mit Wohnmobilen.“ Martin Hufmann, Büro für Stadt- und Regionalplanung Wismar Quelle: Heiko Hoffmann

Nach Angaben von Planer Martin Hufmann, Geschäftsführer vom Büro „Stadt- und Regionalplanung“ Wismar, geht es um etwa 30 Stellplätze für Wohnmobile. „Der Bedarf ist vorhanden. Es gibt immer mehr Urlauber mit Wohnmobilen“, so Hufmann. Einen Wohnmobilstellplatz am Schwarzen Busch gibt es nicht. So laufe man Gefahr, dass Schmutzwasser einfach entsorgt werden könnte. In der Regel werden Wohnmobilisten eine Nacht geduldet. Die Planung soll nun Möglichkeiten aufzeigen, ob und wie der Wohnmobilstellplatz vom normalen Parkplatz abgetrennt werden könnte und wie das Parken insgesamt besser geordnet werden kann, denn schon jetzt reichen die Stellplätze in der Hochsaison nicht aus. Das Planverfahren wird mehrere Monate in Anspruch nehmen und wird von den Gemeindevertretern begleitet.

Auch für Timmendorf-Strand gibt es Pläne, einen Wohnmobilplatz auf dem gemeindeeigenen Parkplatz (in Richtung Strand linke Seite) auszuweisen. Das Bauleitverfahren läuft.

Heiko Hoffmann