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Wismar Hort-Neubau kann endlich beginnen
Mecklenburg Wismar Hort-Neubau kann endlich beginnen
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06:00 04.08.2018
Die Computeranimation zeigt den neuen Hort neben der Reuterschule. Quelle: Jantzen
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Wismar

„Die Ausschreibungen gehen am Montag raus“, sagt Thomas Jansa vom Planungsbüro MHB. Er leitet das Projekt Neubau Reuterhort in der Dahlmannstraße. Dafür hat die Perspektive Wismar gGmbH als Bauherrin jetzt finanzielle Planungssicherheit. Mit 6,137 Millionen Euro fördert die Europäische Union das Bauvorhaben. Christian Pegel (SPD), Landesminister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, überbrachte am Freitag den Fördermittelbescheid.Den nahm Wismars Bürgermeister entgegen. Die Perspektive gGmbH als städtischer Kita-Träger baue zwar, erläutert Thomas Beyer (SPD), aber den Förderantrag im Rahmen der „Nachhaltigen Stadtentwicklung“ musste die Stadt stellen. Der Zuschuss kommt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre).

Moderner Schulhort geplant

An der Grundschule „Fritz Reuter“, die die Stadt gerade saniert, soll ein moderner Hort mit Sportfeld im Untergeschoss entstehen. „Damit erhält die Schule zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine eigene Sporthalle“, weist Beyer auf eine Besonderheit hin. Bislang mussten die Reuterschüler zum Sport immer in die Halle des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums gehen. Außerdem setze die Stadt ihre Tradition fort, dass Grundschule und Hort räumlich sehr eng beieinander sind. In diesem Falle werden Reuterschule und -hort durch Fahrstuhl und Treppenhaus in einer sogenannten Glasfuge verbunden sein.

Baustart im November

Laut Projektleiter Jansa wird das Bauvorhaben mit Erd- und Spezialtiefbauarbeiten im November beginnen. „Wir müssen eine sechs Meter tiefe Baugrube ausheben und zuvor das alte Gebäude der Reuterschule abstützen.“ Zudem erfordert das schwierige Baufeld eine Pfahlgründung. 76 Bohrpfähle, davon einige 40 Meter lang, mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern müssen in die Erde gerammt werden. Hinzu kommt, dass die Bodenplatte 60 Zentimeter dick sein muss, dafür wird viel Beton vonnöten sein.Mit Bodendenkmalfunden, die die Arbeiten verzögern könnten, rechnet Thomas Jansa hingegen nicht. „Dieser Bereich war vorher nicht bebaut, daher wären solche Funde eher unwahrscheinlich“, bestätigt Bürgermeister Beyer.Der Rohbau des Reuterhortes soll 2019 stehen. Mit der Fertigstellung rechnet die Bauherrin im Laufe des Jahres 2020. Im September soll diese Aussage konkretisiert werden. „Wir können jetzt erst den Bauzeitenplan erstellen“, erklärt Projektleiter Jansa. Die Sanierung der Reuterschule soll bereits im November 2019 abgeschlossen sein.

Großzügiges Foyer

Im Erdgeschoss des neuen Schulhortes ist ein großzügiges Foyer mit einem offenen Essbereich vorgesehen. Hier können sich die Kinder am Nachmittag auch aufhalten. Das Mittagessen wird an der Westseite direkt in die Aufbereitungsküche angeliefert. Im Obergeschoss befinden sich laut Planungsbüro die Hauptaufenthaltsbereiche des Hortes. Hier gibt es für die Kinder verschiedene Angebotsräume, die durch einen Spielflur verbunden sind.Die Sporthalle im Untergeschoss wird Tageslicht über seitliche Oberlichter erhalten. Sie soll auch als Aula genutzt werden können.

Hort wird eine Million teurer

Die ursprünglichen Baukosten sind um eine Million auf 8,45 Millionen Euro gestiegen. Hauptursache ist die Baugründung. Teurer wird der Bau laut Planer auch, weil der Unesco-Welterbebeirat empfohlen hat, „den Hort mit seiner Geschossigkeit an den Altbau anzupassen“, dadurch werden die Räume mit vier Metern ungewöhnlich hoch. Zudem hat der Beirat für die Fassade Klinker nahegelegt.

Fast 75-prozentige Förderung

Mit den gut 6,1 Millionen Euro Efre-Mitteln unterstützt die Europäische Union die förderfähigen Kosten des Hortneubaus zu fast 75 Prozent. „Das ist ein Hauch besser als die Städtebauförderung“, sagt Minister Pegel. „Wir sind sehr froh, dass die Förderhöhe an die neuen Gesamtbaukosten angepasst wurde“, zeigt sich der Bürgermeister erleichtert. Für die übrigen Kosten hat die Bauherrin einen Kredit aufgenommen.

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