Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Im Einsatz für einen sauberen Strand und ein schönes Dorf Mecklenburg
Mecklenburg Wismar Im Einsatz für einen sauberen Strand und ein schönes Dorf Mecklenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:50 27.10.2019
Gemeindemitglieder und Dorfbewohner sammeln sich vor der Kirche in Dorf Mecklenburg mit Pastor Jens Krause (r.), um den Platz von Laub und Unrat zu befreien. Quelle: FRANK PETER REICHELT
Anzeige
Dorf Mecklenburg

Seit 20 Jahren organisiert die Kirchengemeinde Dorf Mecklenburg zweimal im Jahr einen Arbeitseinsatz. Die Kirche, die Außenanlagen, das Pfarrhaus und die Pfarrscheune müssen gründlich gereinigt werden – immerhin wird die Scheune täglich für verschiedenste Veranstaltungen genutzt.

Bilder von den Aktionen mit vielen Helfern in Dorf Mecklenburg und Wismar Wendorf

Aus dem Pfarrgarten kann sich die Kirchengemeinde Obst holen, also hält sie ihn auch im eigenen Interesse sauber. Pünktlich um 9 Uhr begannen am Sonnabend die Arbeiten, die älteren Gemeindemitglieder hatten die Arbeitsgeräte zum Teil selbst mitgebracht. Ernst-Otto Pahl war mit mobiler Technik angerückt. Für die Konfirmanden war der zeitige Beginn wohl zu früh, schmunzelten die Anwesenden. Immerhin fast 20 Gemeindemitglieder fanden sich zum herbstlichen Einsatz zusammen.

„Meine Frau hat gesagt, ich soll mithelfen“

Roland Prützner, eigentlich für die Organisation von Kulturveranstaltungen mitverantwortlich, versicherte: „Meine Frau hat gesagt, ich soll mithelfen“ und legte los. Während Fred Stellmacher schon mit einer großen Leiter am Pfarrhaus stand und Dach und Fenster von Moos befreite, gab der ehemals selbstständige Hausmeister Bernd Wigger den Hecken den Winterschnitt. Mit Holz-Sonnenblumen waren Maria Nehls und Hannelore Rohloff unterwegs. „Zum Erntedankfest hatten die Kinder auf die Blütenblätter geschrieben, wofür sie dankbar sind, jetzt werden die Blumen in der Scheune aufgestellt.“

Pastor Jens Krause organisierte und reinigte überall mit. Erst trat er das Laub auf dem Anhänger zusammen, dann kontrollierte er die Fußbretter im Gestühl der Kirche und mit scharfem Blick kontrollierte er, wo Thomas Körner wohl am besten das neue Schild mit der Aufschrift „Pfarrscheune Dorf Mecklenburg Kontaktpunkt fürs Dorf“ anbringen könnte. Karin Krause putzte das Glas für den Aushangkasten und die Damen des Handarbeitskreises bereiteten das gemeinsame Frühstück in der Scheune vor.

Einsatz in Wendorf: Nur wenig Müll gefunden

Auch die Bürgerinitiative „Wendorfer Strandbelebung“ hatte am Wochenende zum Subbotnik eingeladen und tatsächlich kamen im Verlauf des Vormittags an die fünfzig Teilnehmer zusammen. Steffen Schröder aus Hornstorf von der Geocaching-Gruppe „Wismarer Fischköppe“ war erfreut: „Wir waren überrascht, dass wir so wenig Müll gefunden haben, das ist ein gutes Zeichen. Wir sind viel in der Natur unterwegs und geben das zurück an die Natur. Bei der Reinigung der Mühlengrube und des Dreweswäldchen war unsere Gruppe auch mit dabei.“

Bürgerschaftsmitglied Tilo Gundlack (SPD) ist Schirmherr der Initiative und weiß, dass auch schon mal Leute angesprochen werden, ihren Müll doch mitzunehmen und freut sich: „Das ist schon gut bei den Menschen angekommen.“ Der Verein „Sana Mare“ war ebenfalls beim Subbotnik präsent. „Wir kümmern uns um Umweltbildung und organisieren Aktionen gegen den Meeresmüll. Für je 20 Euro Spendengeld versichern wir, zehn Kilogramm Müll gesammelt zu haben. Deshalb wiege ich hier heute das gesamte Sammelergebnis“, berichtet Projektstarter Luca Schmitz.

„Eine alte Steckdose gehört nicht in den Wald“

Erst am Vortag hatte die siebenjährige Nele Klein von der Seeblickschule von ihrem Papa von der Aktion erfahren und entschloss sich zügig, mit ihrer Mama das Projekt zu unterstützen. 1,1 Kilogramm Müll haben die beiden in kurzer Zeit gesammelt. „Eine alte Steckdose gehört ja nicht in den Wald, aber trotzdem sind wir froh, dass wir nicht mehr Müll gefunden haben“, meinten die beiden und ließen ihren Müllbeutel abwiegen.

Mehr lesen: Wismar: Mehr Kontrolleure gegen Müll und Vandalismus

Neuburger Schüler sammeln beim Waldbesuch spontan Müll ein

Von Frank Peter Reichelt

In Wismar ist die Kirchturmuhr von St. Marien eine Funkuhr, ebenso die am Rathaus von Rostock. Neben den markanten Uhren auf zentralen Plätzen oder bekannten Gebäuden gibt es in den Städten auch viele Uhren der Firma Ströer, die auf einen Funkimpuls reagieren.

26.10.2019

Es plätschert jetzt im Garten des Welterbehauses: Künstlerin Dörte Michaelis hat mit Keramik-Fliesen die alte Wasserversorgung in Wismar nachgebaut.

26.10.2019

In einer Bildergalerie zeigt die OZ historische und neue Aufnahmen von markanten Gebäuden aus Mecklenburg und erzählt ihre Geschichte. Teil 4: die Löwen-Apotheke am Wismarer Hopfenmarkt, der Jakobikirchplatz in Rostock, das Schloss in Kalkhorst und die Kirchruine in Satow.

26.10.2019