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Wismar Busfahrer streiken am Donnerstag erneut in Nordwestmecklenburg: Alle Infos hier
Mecklenburg Wismar

In Nordwestmecklenburg wird am Donnerstag wieder gestreikt: Das müssen Sie wissen

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06:25 30.01.2020
Rund 50 Busfahrer der Frühschicht bei Nahbus standen am 16. Januar vor dem Tor des Unternehmens. Quelle: Michael Prochnow
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Wismar

Ein weiterer Streik der Busfahrer legt am Donnerstag den Verkehr im Westen Mecklenburg-Vorpommerns lahm. Betroffen ist der Kreis Nordwestmecklenburg. Hier wird das Unternehmen Nahbus bestreikt, das mit Subunternehmern für den Schülerverkehr, den Stadtverkehr Wismar und alle anderen Linien zuständig ist.

Wie die Gewerkschaft Ver.di mitteilt, dauert der Warnstreik den gesamten Tag. Er beginnt gegen 4 Uhr. Schüler, die für den Schulweg auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, gelten für den Tag als entschuldigt.

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Busausfälle bis zum Freitagmorgen möglich

Der Streik wird bis zum Ende des Betriebstages fortgeführt – das heißt, je nach Schichtbeginn kann er bis in den 31. Januar hinein andauern. Es ist der dritte Streik der Busfahrer in Nordwestmecklenburg innerhalb von drei Wochen. Sie fordern mehr Geld. Beim letzten Streik, am vergangenen Donnerstag, ist in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns gestreikt worden – nun soll es mit einzelnen Standorten weitergehen.

Impressionen vom ganztägigen Streik bei Nahbus und seinen Auswirkungen

Die Busfahrer aus Nordwestmecklenburg versammeln sich wieder vor dem Betriebshof in Grevesmühlen. Dort wollen sie bis zum Nachmittag hinein ihrer Forderung nach mehr Geld mit Plakaten Ausdruck verleihen. Ver.di Nord fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,06 Euro pro Stunde ab dem 1. Januar und einen Angleichungsschritt an die Busfahrerkollegen in anderen Tarifgebieten von 100 Euro. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten bekommen.

Auch dritte Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt

In der dritten Verhandlungsrunde wurden laut der Gewerkschaft die Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Mecklenburg-Vorpommern (KAV MV) erneut vertagt. „Nachdem die Arbeitgeber ihr Angebot aus der zweiten Verhandlungsrunde nur leicht verbessert haben, müssen wir offensichtlich noch deutlicher machen, dass die Mitglieder mehr erwarten“, so Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von Ver.di Nord.

Er ist am Donnerstag früh auch in Grevesmühlen vor Ort. „Wir hätten die Warnstreiks gerne frühzeitiger bekannt gemacht. Leider hat der KAV das abgelehnt, weil es keine Bereitschaft gab, gleichzeitig eine Vereinbarung zu treffen, dass die Unternehmen die Ankündigung nicht nutzen, um Streikbrecheraktivitäten zu planen, wie in der ersten Warnstreikrunde geschehen“, so Pliete weiter.

Die nächste, dann vierte Verhandlungsrunde findet erst am 17. Februar statt. Bis dahin könnte die Gewerkschaft kurzfristig zu ähnlich lokal begrenzten Streiks in anderen Teilen des Landes aufrufen.

Mehr Infos:

Von Kerstin Schröder

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