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Wismar Internet in Nordwestmecklenburg lahmt weiterhin
Mecklenburg Wismar Internet in Nordwestmecklenburg lahmt weiterhin
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00:08 14.09.2015
Christian Pegel
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Grevesmühlen

Das Internet wird in manchen Gegenden des Landkreises auch in den kommenden Jahren lahmen. Die große Fläche sei das Problem, erklärte Energieminister Christian Pegel (SPD) bei einer Informationsveranstaltung in der Grevesmühlener Malzfabrik. Selbst Ferienhausbereiche in Boltenhagen und Gewerbegebiete in Gadebusch seien für die Telekom, die den Markt kontrolliert, nicht rentabel und nur wenig ausgebaut. Aus jedem Amt kamen Interessierte, um zu erfahren, wann endlich auch in den ländlichen Gebieten schnelles Internet zur Verfügung stehen wird. Der Energieminister stellte klar: „Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2018 ein schnelles Internet von mindestens 50 mbit/s zu 100 Prozent zu gewährleisten, ist in MV nicht realisierbar.“ Als Beleg wurde ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten des TÜV Rheinland präsentiert, das die Kosten für die Glasfaserkabelverlegung bis in jedes noch so entfernte Haus in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt hat. Laut Gutachten müsste das Land 2,3 Milliarden Euro investieren. „Das ist unmöglich“, machte Pegel klar und verwies stattdessen auf eine vorläufige Lösung, die Kosten in Höhe von etwa 405 Millionen Euro verursacht und zumindest die Versorgung von 69,7 Prozent aller Haushalte im Land mit einem schnellen Internet gewährleisten kann. Das Gutachten unterteilt MV in 74 Hauptgebiete. Mit dem zur Verfügung stehenden Geld können in den kommenden Jahren circa zehn bis zwölf dieser Gebiete aufgerüstet werden. Die Ausschreibungen dazu beginnen am 1. Oktober und enden am 31. Dezember. Unterlagen und Gebiete sind bald auf der Internetpräsentation der Landesregierung zu finden. „Wir konnten wählen, ob wir zehn bis zwölf Gebiete für die nächsten 40 Jahre fit machen oder an 74 Gebiete halbherzig rangehen. Ich habe mich für die zukunftsweisende Variante entschieden“, sagte Pegel. Er sei zudem zuversichtlich, dass die Bundesregierung diesbezüglich auch zukünftig weitere Investitionsprogramme auflegen wird.

„Gerade in Nordwestmecklenburg herrscht Nachholebedarf“, verdeutlichte Landrätin Kerstin Weiss (SPD). Lediglich 14,8 Prozent des ländlichen Gebietes sind mit einem schnellen Internet von mindestens 50 mbit/s ausgerüstet. „Damit gehören wir zu den am schlechtesten versorgten Gebieten in Deutschland“, betonte sie. Insgesamt sind im Landkreis 37,5 Prozent der Anschlüsse mit schnellem Internet ausgerüstet. Auch hier gehört der Landkreis zu den am schlechtesten versorgten Gebieten. Halbstädtische Gemeinden wie Grevesmühlen und Gadebusch sind mit 52,1 Prozent im Mittelfeld zu finden. Überall dort, wo die Telekom keine Ausgaben deckenden Einnahmen erwartet, müsste das Land einspringen und Leitungen verlegen, so Pegel. Dabei müsse fast immer neues Glasfaserkabel verlegt werden. Das derzeit genutzte Kupferkabel überträgt 50 bis 77 mbit/s lediglich bis zu einer maximalen Entfernung von 700 Meter, vom Verteilerkasten aus. „Beim Straßenneubau nach der Wende hat man fast überall im Land vergessen, Leerrohre mit zu verlegen. Das fällt uns jetzt auf die Füße. Allein die Tiefbauarbeiten würden 1,5 Milliarden Euro kosten. Auch darum haben wir uns für die Variante der Aufrüstung von zehn bis zwölf Gebieten entschieden“, so Pegel.



Maik Freitag

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