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Wismar Poel hat 2019 viel vor
Mecklenburg Wismar Poel hat 2019 viel vor
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07:42 19.12.2018
2019 plant die Ostseegemeinde Insel Poel weitere Investitionen. Quelle: Ulrich Jahr
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Kirchdorf

Unter dem Motto „Poel hat viel vor“ hat Bürgermeisterin Gabriele Richter (ptl.) die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben für 2019 umrissen.

"Wir haben im kommenden Jahr viel zu stemmen." Gabriele Richter, Bürgermeisterin Quelle: Michaela Krohn

Richter: „Klar ist, wir haben im kommenden Jahr viel zu stemmen: die weitere Sanierung des Schulgebäudes, Verbesserung der Straßen- und Wegestruktur, Ausstattung der Feuerwehr, Seegrasbehandlungsanlage, Aufwertung der Wohnqualität der kommunalen Wohnungen sowie die Verbesserung der Angebote für unsere Gäste, zum Beispiel mit dem Bau des Hauses des Gastes, Spielplätzen und Ausrüstung des Wohnmobilstellplatzes.“

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Reihe von Investitionen

Die Gemeindevertreter stimmten am Montag einhellig für den Haushalt der Gemeinde und den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Kurverwaltung Insel Poel. Zu den wesentlichen Investitionen zählen ein neuer Mannschaftswagen für die Feuerwehr (40000 Euro), Fördermittel dafür wurden beim Landkreis beantragt. Fortgeführt wird die Sanierung der Feuerlöschteiche. Der Teich in Wangern ist verschilft und verschlammt. Mit 20000 Euro soll er auf Vordermann gebracht werden.

Investiert wird auch in Schule und Sport. Für 50000 Euro soll der Chemieraum komplett erneuert werden, weitere 45000 Euro sind zum Beispiel für Malerarbeiten der Schule. Auf dem Sportplatz am Kaltenhöfer Weg wird eine Flutlichtanlage installiert. Die Kosten von 108000 Euro werden zur Hälfte gefördert.

Die Erneuerung der Aussichtsplattform am Schwarzen Busch ist mit 106000 Euro verankert. Dies ist eine Fördermaßnahme aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifond. Der gleiche Fördertopf bedient die Maßnahme Erneuerung Trailerbahn im Hafen Kirchdorf. Kosten: 203600 Euro.

Im Bereich Timmendorf-Nord soll als Maßnahme zum Küstenschutz 17 Buhnen mit einer Länge von 90 Metern im Abstand von 80 Metern errichtet werden. Die Baukosten betragen 1,048 Millionen Euro. Davon werden 80 Prozent gefördert. Der Gemeinde muss rund 210000 Euro beisteuern. „Gegenwärtig werden die Ergebnisse der naturschutzrechtlichen Untersuchung abgewartet“, so die Bürgermeisterin.

Die Gemeinde investiert weiterhin 280000 in die Erneuerung der Ernst-Thälmann-Straße in Kirchdorf, für die Neue Straße und für den Finkenweg sind Planungsleistungen eingeplant. An der Ortsdurchfahrt in Timmendorf trägt die Gemeinde anteilig 175000 Euro. Die ersten Arbeiten beginnen Anfang 2019.

Geld für Vereine

Kurverwaltung

Die Ausgaben beim Eigenbetrieb Kurverwaltung Insel Poel konzentrieren sich 2019 auf die großen Investitionen im Zusammenhang mit dem Bau Haus des Gastes in Kirchdorf (1,435 Millionen Euro) und der Seegrasbehandlungsanlage (450000 Euro). Die Ausrüstung des geplanten Wohnmobilstellplatzes Am Schwarzen Busch schlägt mit 20000 Euro zu Buche, für Spielgeräte und Bänke werden 22000 Euro ausgegeben, für die Ausrüstung der Rettungsschwimmer 4000 Euro.

Mit 30000 Euro als freiwillige Leistung unterstützt die Gemeinde mehrere Vereine und Verbände. Gabriele Richter: „Wir möchten damit das bürgerliche Engagement weiter stärken und das gesellschaftliche Miteinander sinnvoll fördern.“ Zu den freiwilligen Leistungen zählen auch die Zuschüsse für die Vollzeitstellen der Jugendsozial- und Schulsozialarbeiter (rund 40000 Euro). Ein großes Plus auf Poel ist, dass Sportstätten weiterhin kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Für die Schülerbeförderung gibt es – abzüglich der Elternbeträge – einen Zuschuss von 63000 Euro. Damit will die Gemeinde den Erhalt der Regionalschule fördern. Die Kinderbetreuungskosten werden mit 40000 Euro bezuschusst.

Keine Steuererhöhungen

Auf die Poeler kommen 2019 keine hören Steuern zu. Die letzte Anhebung der Steuersätze erfolgte 2017. Aus der Grundsteuer werden Einnahmen in Höhe von 375000 Euro erwartet, bei der Gewerbesteuer sind es 260000 Euro.

Im Schuljahr 2018/2019 besuchen 243 Schüler die Regionale Schule, davon sind 87 aus anderen Gemeinden, vor allem aus Wismar. Für diese Schüler berechnet die Gemeinde den Schullastenausgleich und erhält etwa 119000 Euro. Im Zuge des Vorhabens „Wohnen im Alter“ ist geplant, dass Grundstück (etwa 8000 Quadratmeter) an einen Investor zu verkaufen. Das bringt rund 240000 Euro in die Kasse. Zu den größten Ausgaben zählt mit rund 891000 Euro die Kreisumlage.

Heiko Hoffmann

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