Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Jesendorf: Turmuhr soll gerettet werden
Mecklenburg Wismar Jesendorf: Turmuhr soll gerettet werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:19 07.03.2019
Der mächtige Kirchenbau im Zentrum von Jesendorf ist von allen Seiten her zu sehen, neben ihr die Begräbnisstätte der Patrone. Vielen in der Region ist sie von den seit einigen Jahren stattfindenden Gottesdiensten zum Adventsmarkt bekannt. Quelle: Peter Täufel
Jesendorf

Die imposante Kirche im Zentrum von Jesendorf stammt aus dem Jahr 1338. Wie bei vielen Gotteshäusern auch, bestand zur Wende ein großer Sanierungsbedarf der Bausubstanz. Lotte-Marie Pötter ist es zu verdanken, dass sich bereits 1992 der Verein zur Rettung der Kirche in Jesendorf gründete, der sich zum Ziel setzte, entsprechende Maßnahmen diesbezüglich in Gang zu setzen. Er ist damit der älteste Verein dieser Art in Mecklenburg.

Turmsanierung: Erster Spatenstich im Februar 1993

„Es wurden Gelder gesammelt und akquiriert, Arbeitstunden geleistet und die Sanierungsfolge abgestimmt“, erklärt der heutige Vereinsvorsitzende, Martin Maercker. Mit der Unterstützung der Landeskirche, privater Geldgeber, den Mitgliedern der Kirchengemeinde und des Vereins gelang es, bereits am 17. Februar 1993 den ersten Spatenstich für die Sanierung des Turmes, des Dachs sowie der hölzernen Giebelverkleidung zu vollführen. Es folgte 1995 der provisorische Einbau einer elektronischen Orgel, die dann im Jahre 2000 durch eine neue, wenn auch kleine, traditionelle Orgel ersetzt wurde. Die Reste der alten Kircheninstruments indes sind im Orgelmuseum Malchow zu sehen.

Ebenfalls 1995 wurde die Sanierung der Außenpfeiler in Angriff genommen. „Das musste leider nur wenige Jahre später wiederholt werden. Weil uns die Denkmalbehörde sowohl das Anbringen einer Dachrinne, als auch eine Verbreiterung des Dachüberstandes untersagt hatte, nahmen die frisch gemachten Pfeiler durch das herunter tropfende Regenwasser Schäden“, berichtet Maercker, der auch Mitglied der Gemeindevertretung ist. Ende der 1990er Jahre wurde die Innenausmalung der Kirche erneuert, wobei die alten Malereien aus dem Mittelalter zwar größtenteils überdeckt, nicht aber zerstört wurden, um sie der Nachwelt zu erhalten. 2002 war dann die Altarsanierung an der Reihe und am Pfingstmontag 2004 wurde ein Fest zum Abschluss der Sanierungsarbeiten gefeiert.

Mecklenburger Uhrenclub unterstützt das Projekt

„Das war aber nicht das Ende: 2005 war der Taufengel dran und ein Jahr später die Sakristei. Und nun befassen wir uns fast schon mit dem Luxus – jetzt ist die Kirchturmuhr an der Reihe“, so der Vorsitzende des Kirchenbauvereins, wie Martin Maercker von Pastor Andreas Kunert benannt wird. Unterstützer des Kirchturmuhrenprojekts sind die Stiftung des Kirchenkreises Mecklenburg „Kirchliches Bauen in Mecklenburg“, der 1. Mecklenburger Uhrenclub und die Crowd Funding-Aktion des regionalen Energieversorgers Wemag als Geldspender sowie -sammler und natürlich zahlreiche Einzelspender aus der Kommune und darüber hinaus. Die fehlenden Mittel stellt der Förderverein bereit.

Pastor Kunert betreut die Kirchengemeinde seit 1995. Vorher zu Lübow gehörend wechselte die Zugehörigkeit in dem Jahr nach Warin und zusammen mit dem Bibower Gotteshaus bildet man einen Verbund. „Jeden dritten Sonntag findet in der Jesendorfer Kirche ein Gottesdienst statt, einmal im Monat gibt es in der Sakristei einen Seniorennachmittag, drei bis vier Mal im Jahr wird ein Gemeindebrief herausgegeben“, erzählt der Seelsorger. Darüber hinaus bestehe eine enge Verbindung zur evangelischen Kita „Hummelnest“ in Ventschow. Und besonders freut Kunert, dass er seit des Autobahn bedingten Einwohnerzuwachses wieder deutlich mehr Taufen in der Kirche zelebrieren darf.

Peter Täufel

Weiterbildungen, Teambesprechungen, Kontroll- und Ausbildungsfahrten: Die Arbeit für die DGzRS ist zeitaufwendig. Auf der Insel Poel setzen sich 22 Freiwillige ehrenamtlich ein, um Menschen aus Gefahrensituationen zu befreien.

10.03.2019

Sie sind rund um die Uhr in Bereitschaft: Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). OZ-Redakteurin Katharina Ahlers hat die Besatzung der „Arkona“ besucht und sich retten lassen.

07.03.2019

Für einen Radschnellweg von Wismar nach Schwerin wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Am 23. März beginnt eine Bürgerbeteiligung. Das Vorhaben ist Teil der Metropolregion Hamburg.

06.03.2019