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Wismar Kinder-Uni-Abschluss mit Kälbchen
Mecklenburg Wismar Kinder-Uni-Abschluss mit Kälbchen
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19:38 21.06.2019
Melken ist ganz schön schwer! Das haben Ole (5), Amelie (8) und Pia-Sophie (9, von links) gemerkt. Quelle: Nicole Hollatz
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Wismar

„Das ist ja eine echte Kuh?!“ Das Kalb – weiblich, knapp eine Woche alt und ein Weißblauer Belgier - auf dem Hochschulcampus zog die Blicke auf sich. „Cool“, kommentierte Anton Endrejat (8) und streichelte das Tier. Das Leben der Milchkuh war Thema der letzten Vorlesung im Kinder-Uni-Studienjahr.

Mit einem echten Kalb, vielen Wissens- und Spielstationen ging am Freitag das KinderUni-Jahr zu Ende. Fast 2000 Kinder haben bei acht Themen in diesem Jahr etwas dazu gelernt. Ihre Eltern auch.

Petra Böttcher und Elke Lenschow vom Kreisbauernverband Nordwestmecklenburg erklärten, wie das mit der Milch funktioniert. Angefangen beim Säugetier: „Alle Jungen brauchen die Milch“, sagte Elke Lenschow. Sie fügte hinzu, dass die Kuh nur Milch gibt, wenn sie vorher ein Kalb geboren hat.

Viele Infos zur Milchkuh

Die Kinder-Uni-Zuhörer lernten einiges. Zum Beispiel, dass eine Kuh jeden Tag 50 Kilogramm Futter braucht, 150 Liter Wasser trinkt, durchschnittlich 25 Liter Milch am Tag gibt und elf Kuhfladen produziert. Die Kinder wissen nun, wie ein Stall von innen ausschaut, wie das mit den vier Mägen und dem Wiederkäuen bei den Kühen funktioniert, dass das Rülpsen der Kühe zum Treibhauseffekt beiträgt, wie eine Melkmaschine die Arbeit der Landwirte erleichtert und wie genau die Milch ins Euter kommt.

300 Tage lang gibt die Kuh Milch. „Dann fällt die Kuh trocken“, erklärte Petra Böttcher. Die Kuh, inzwischen wieder trächtig, hat dann sechs bis acht Wochen Ruhe, bevor das nächste Kälbchen geboren wird und der Kreislauf wieder von vorne beginnt. Die Milch der ersten fünf Tage gehört dem Kalb. „In dieser Vormilch sind sehr viele wichtige Stoffe für das Kalb drin“, so Elke Lenschow.

Die Milch kommt nicht aus dem Supermarkt

Getrennt würden Kalb und Kuh aber schon kurz nach der Geburt, berichtete Colin Stieglitz. Sonst sei die Mutter-Kind-Bindung zu groß, Der 18-Jährige ist in der Ausbildung zum Landwirt und passte am Freitag auf, dass es dem Kalb auf dem Hochschulcampus gut geht. „Es ist wichtig, dass die Kinder lernen, wie das mit der Milch funktioniert. Die denken meist, die Kühe stehen auf der grünen Wiese. Aber das ist ganz selten so“, sagte der Azubi. Und die Milch kommt eben nicht aus dem Supermarkt.

Abschlussfest auf dem Hochschulcampus

Beim Abschlussfest zum Semesterende wurde den Kinder-Uni-Studenten neben der Vorlesung einiges geboten – Spiele, Bastelmöglichkeiten, Milchquiz, Melken und Butter machen. Ole (5), Amelie (8) und Pia-Sophie (8) versuchten sich am Melkstand, natürlich ohne echte Kuh. „Das geht gar nicht“, meinte Ole. Seine Schwester Pia-Sophie hatte den Dreh aber schnell raus. Natürlich stand auch die große Hüpfburg der OZ auf dem Hochschulcampus – nach 45 Minuten Lernen und Stillsitzen war Bewegung ganz wichtig!

Nicole Hollatz

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