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Wismar Kinderuni Wismar: Auf den Spuren von Archimedes
Mecklenburg Wismar Kinderuni Wismar: Auf den Spuren von Archimedes
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16:45 25.01.2019
Holger Haas und Inka Pabst sind Helle und Leum vom Tüfteltheater im Kinderforscherzentrum Helleum Berlin. Sie zeigen den Besuchern der Kinderuni an der Hochschule Wismar, welche Erfindungen auf Archimedes zurückzuführen sind. Quelle: Michaela Krohn
Wismar

Seine Erfindungen sind mehr als 2200 Jahre alt und begeistern noch heute noch Forscher und Entdecker. Archimedes von Syrakus – Mathematiker, Physiker und Ingenieur – lebte von etwa 287 bis 212 vor Christus. Und er stand im Mittelpunkt der ersten Kinderuni des neues Jahres an der Hochschule Wismar. Die hatte das Tüfteltheater im Kinderforscherzentrum Helleum Berlin zu Gast – zur großen Freude der kleinen Studenten. Selten schossen so viele Finger in die Luft, wenn es darum ging, bei den Experimenten im Hörsaal helfen.

Kinderuni an der Hochschule Wismar

Ein roter Werkzeugkoffer steht schon vor Beginn der Vorlesung ahnungsvoll auf dem großen Tisch vor der Tafel im Hörsaal. Die Utensilien, die die Darsteller Holger Haas und Inka Pabst gleich brauchen, um mit den Kindern auf Archimedes Spuren unterwegs zu sein, verstecken sich noch darin. Dann geht es los. „Guten Tag, meine Lieben. Ich bin Helle und ich bin ein Forschergeist“, ruft Holger Haas in den Saal. Seine Bühnenpartnerin Inka Pabst wird mit lauten Lachern belohnt, als sie ihren Auftritt hat. In ihrer Rolle als zweiter Forschergeist Leum wird sie auf einer Rollkiste sitzend an einem langen Seil auf die Bühne gezogen.

„Wisst ihr eigentlich, was Archimedes für tolle Sachen gemacht hat?“, fragen die beiden die Kinder. Ein paar Besucher melden sich zwar, doch die meisten warten gespannt auf die Antwort. Die kommt prompt. Passend zu Wismars Werft-Geschichte berichten die beiden Geister von der Erfindung des Stapellaufes für Schiffe. Wie der – in „klein“ – funktioniert, stellen Darsteller zusammen mit ein paar Helfern aus dem Publikum dar. Dabei sagen sie den Kindern allerdings nicht einfach vor, wie Archimedes den Stapellauf konzipiert hatte. Die Lösung wird mit allerhand Utensilien aus der Werkzeugkiste und dem Hörsaal gemeinsam erarbeitet.

Gleiches Spiel gilt für die Erfindung des Hebels. Publikumswirksam wird ein übergroßer Stift unter ein Holzbrett gelegt. Auf einem Ende des Brettes steht Forschergeist Helle. Das andere Ende kann nun von den Kindern ganz leicht heruntergedrückt und Helle somit auf der anderen Seite angehoben werden. Staunende Gesichter. „Das ist die Hebelwirkung. Und dafür müsst ihr noch nicht mal ordentlich frühstücken“, heißt es.

Die nächsten Vorlesungen der Kinderuni Wismar

22. Februar: Was macht ein Haus zu einem bestimmten Gebäude? Prof. Oliver Hantke von der Hochschule Wismar erklärt am Beispiel eines Hörsaals, wie aus der Zusammenstellung notwendiger Funktionen genau dieser Gebäudetyp entstanden ist und warum er diese besondere Form hat.

29. März: Warum ist Strafe manchmal notwendig? Justizministerin Katy Hoffmeister erklärt, wie bestimmt wird, was Recht und Unrecht ist und warum Menschen von Gerichten bestraft werden.

26. April: Das Herz – Motor des Lebens. Dr. Henrik Schneider, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin/Kardiologie am Sana Hanse-Klinikum Wismar, erklärt, warum das Herz der wichtigste Muskel des Körpers ist.

Die Vorlesungen finden immer freitags um 15 und 16.30 Uhr im Hörsaal 101 im Hauptgebäude der Hochschule Wismar statt und dauern je 45 Minuten.

Weitere Experimente gab es anschließend mit Darstellung eines Flaschenzuges – so lassen sich nämlich auch Schnürsenkel leichter durch die Ösen ziehen. Und wie Archimedes herausfand, ob eine Krone aus purem Gold oder mit anderen Metallen wie Silber gemischt ist, zeigte ein Experiment mit Wasserbad – heute bekannt als „Archimedisches Prinzip“.

Die nächste Vorlesung findet am 22. Februar zum Thema „Was macht ein Haus zu einem bestimmten Gebäude?“ statt. Dozent ist Prof. Oliver Hantke von der Hochschule Wismar.

Michaela Krohn

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