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Wismar Zwischen Sextant und Quietscheente
Mecklenburg Wismar Zwischen Sextant und Quietscheente
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18:58 24.05.2019
Michèle Schaub erklärte mit einem Spielzeugboot und mit Wasser gefüllten Quietscheenten, wieso etwas schwimmt und wann nicht (mehr). Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

„Eine Seefahrt, die ist lustig ...“ mit dem bekannten Lied begrüßte Michèle Schaub gestern die KinderUni-Studenten an der Wismarer Hochschule. Sie spielte Akkordeon, die Kinder konnten dank Text auf der Beamerleinwand mitsingen.

„Ich habe euch extra nur die ersten beiden Strophen abgedruckt“, erzählte die Nautikerin, die ursprünglich aus der Schweiz kommt und nun als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar arbeitet. Denn die weiteren Strophen sind sprachlich so hart und direkt wie das Leben auf See früher war und heute immer noch sein kann.

„Wisst ihr, was an Bord die Brücke und was die Ankerklüse ist?“, fragte die Fachfrau ihre jungen Studenten. Die Brücke kannte jeder. „Die Ankerklüse ist das Loch, wo die Ankerkette durchfällt“, erklärte sie den zweiten Begriff.

Schiff löschen, Koje, achtern, Back- und Steuerbord: die Kids kennen nun all diese Grundbegriffe. Und wissen auch, welche Aufgaben der dritte, zweite und erste Nautiker an Bord hat. „Kann ein Schiff aus Beton schwimmen“, fragte sie ins junge Publikum. Die Meinungen der Nachwuchsstudenten gingen da durchaus auseinander.

Mit einer Quietscheente erklärte Michèle Schaub die Grundlagen der Verdrängung. Wenn die Ente voller Wasser ist, geht sie unter. Mit Luft drin schwimmt sie. Beim Schiff ist es genauso. Und als Nautiker müsse man beispielsweise beim Beladen des Schiffes aufpassen, dass es nicht „krängt“.

Michèle Schaub zeigte das im Aquarium mit dem Spielzeugboot und Badewannenspielzeug voller Wasser. Schneller als die Kinder gucken konnten kippte das Boot mit einem lauten (und nassen!) Platsch. „Wenn ich da als Nautikerin an Bord gewesen wäre, hätte der Kapitän mich gefeuert!“, ließ die Referentin die Kinder schmunzeln.

Mit dem Sextanten und der Tafel machte Michèle Schaub einen kleinen Ausflug in die Trigonometrie und erklärte die Grundlagen der Navigation so gut, dass selbst die Kinder, die den Begriff noch nicht aussprechen konnten, das Prinzip ansatzweise verstanden haben! Für die Erwachsenen im Hörsaal drüber könnte das genauso gelten.

Übrigens: am 21. Juni ab 14 Uhr steigt das KinderUni-Abschlussfest zum Semesterende. Thema der Vorlesungen um 15 und 16.30 Uhr ist dann die Frage, woher die Milch kommt.

Nicole Hollatz

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