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Wismar Kommunalwahl 2019: Ein Bürgermeisterkandidat wegen Falschangaben nicht zugelassen
Mecklenburg Wismar Kommunalwahl 2019: Ein Bürgermeisterkandidat wegen Falschangaben nicht zugelassen
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20:30 29.04.2019
Am 26. Mai stimmen die Wähler über die Kandidaten für die Kommunalparlamente und die ehrenamtlichen Bürgermeister ab. Quelle: Bodo Marks/dpa
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Barnekow/Bobitz/Lübow/Hohen Viecheln

In den Gemeinden Barnekow und Bobitz treten auffällig viele Einzelbewerber zur Kommunalwahl an. „Das ist nicht gut, weil sich dadurch die Sitze in der Gemeindevertretung verringern können“, sagt Eckhard Rohde, Gemeindewahlleiter im Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, und erläutert: „Bekannte Personen erhalten meist so viele Stimmen, dass sie mehr als ein Mandat holen.“ Außerdem gab es eine Beschwerde gegen einen Bürgermeister-Wahlvorschlag in der Gemeinde Lübow.

Gemeinde Barnekow

In Barnekow will die langjährige Bürgermeisterin ihre Arbeit fortsetzen. Birgit Heine, seit 2003 im Amt, ist die einzige Kandidatin. Die 53-Jährige ist parteilos, wird aber von der CDU unterstützt. Die hat zwei Kandidaten für die Gemeindevertretung nominiert: Hartmut Siggelkow und Katrin Pade. Für die NPD will Christopher Ruge ins Parlament. Außerdem stellen sich sechs Einzelbewerber zur Wahl: Antje Grinnus, Sigrid Landsmann, Emil Heinrich Lieseberg, Ellen Stoige, Jörg Wachter-Lehn und Beate Wenner. In Barnekow sind acht Mandate zu vergeben.

Gemeinde Bobitz

23 Kandidaten werden auf dem Stimmzettel in der Großgemeinde Bobitz stehen. Zwölf Sitze im Parlament sind hier zu vergeben. Allein elf Frauen und Männer hat die Bobitzer Wählergemeinschaft (BWG) nominiert: Thomas Böttiger, Heike Brinkies, Andreas Groß, Ute Hedtke, Bernd Heise, Kathi Krtschil, Steffen Pittelkow, Christian Rehork, Marcel Rein, Monika Reich und Malte Seeger.

Als Einzelbewerber stellen sich neun Einwohner der Wahl: Alexander Balow, Horst Bartels, Axel Bremer, Henryk Glowalla, Frank Heyduck, Janett Reisenberg, Peter Salow, Volker Venohr und Fred Waschtowitz.

Für die CDU kandidiert Kristian Karlisch, für die SPD Wolfgang Höfer und für die NPD Klaus Streif.

Spannend wird es bei der Wahl des Gemeindeoberhauptes. Hier können die Bobitzer aus sechs Vorschlägen auswählen. Bürgermeisterin Stefanie Kirsch (37), die sich nach fünf Jahren im Amt der Wiederwahl stellt, hat neben vier männlichen Kontrahenten auch eine prominente Herausforderin: Annemarie Homann-Trieps, 1. Vorsitzende des Fördervereins der Festpiele Mecklenburg-Vorpommern und Ehefrau des stellvertretenden Bürgermeisters Wolfgang Höfer. Die 70-jährige Rechtsanwältin aus Beidendorf weiß die Bobitzer Wählergemeinschaft hinter sich.

Stefanie Kirsch und die anderen vier Bürgermeisterkandidaten sind Einzelbewerber, darunter Kristian Karlisch (55/CDU), Techniker aus Rastorf, und Fred Waschtowitz (58), ökologischer Landwirt in Dalliendorf. Beide Männer stellen sich nach 2014 erneut der Bürgermeisterwahl. So auch Malte Seeger (59), der vor der Gemeindefusion Bürgermeister in Groß Krankow war, und Horst Bartels (69), ein gebürtiger Friese, der jetzt in Bobitz lebt und von der Piraten- zur Linkspartei gewechselt ist.

Gemeinde Lübow

18 Einwohner möchten in den nächsten fünf Jahren die Entwicklung der Gemeinde Lübow mitbestimmen. Sie bewerben sich um eines der zwölf Mandate im Parlament. Für die AWL treten neun Frauen und Männer zur Kommunalwahl an: Angela Markewiec, Carsten Krüger, Alexander Taube, Bernd Feutlinske, Stefan Krohn, Mirko Witt, Fred Gründemann, Thomas Güther-Knaup und Kati Vogt. Die CDU hat fünf Kandidaten nominiert: Norbert Hagedorn, Burkhard Nehls, Peter Illner, Irmtraut Glanden und Jürgen Alms. Außerdem hoffen vier Einzelbewerber auf die Stimmen der Wahlberechtigten: Brigitte Gluth, Roman Kaminski, Heinz Gluth und Mathias Napp. In Lübow sind zwölf Mandate zu vergeben.

Um die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters in der Gemeinde Lübow gab es ursprünglich zwei Bewerber: Angela Markewiec (57), seit 2014 Stellvertreterin von Wolfgang Lüdtke, und der Einzelbewerber Heinz Gluth (66) aus Tarzow. Die Erzieherin aus Hof Triwalk, seit 2009 Vorsitzende des Sozialausschusses, wird von der Alternativen Wählergemeinschaft Lübow (AWL) unterstützt.

Gegen den Wahlvorschlag von Heinz Gluth, zugelassen vom Gemeindewahlausschuss, gab es eine Beschwerde. Damit hat sich der Kreiswahlausschuss befasst. Jeder Bürgermeisterkandidat muss sich dazu äußern, ob er für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR tätig war. Heinz Gluth hat angegeben, von 1978 bis 1980 Inoffizieller Mitarbeiter gewesen zu sein. Laut Stasi-Unterlagen-Behörde war er von 1974 bis 1988 als IM tätig. Nachweislich unwahr seien auch Gluths Angaben, niemals Geld von der Stasi erhalten und nur im Ausland fürs MfS gearbeitet zu haben, erklärte Kreiswahlleiter Yann-Christoph Collin und fügte hinzu: „Der Kreiswahlausschuss hat nicht die IM-Tätigkeit bewertet, sondern festgestellt, dass der Bewerber unwahre Angaben gemacht und damit bewusst getäuscht hat. Deshalb wird er nicht zur Bürgermeisterwahl zugelassen.“

Gemeinde Hohen Viecheln

In der Gemeinde Hohen Viecheln haben sich zwölf Kandidaten für die acht Mandate nominieren lassen, allein zehn stehen auf der Liste der Wählergemeinschaft „Freie Wähler Hohen Viecheln“: Ariane Asmussen, Michaela Hinz, Gisela Gövert-Nindrup, Franziska Pompe, Philipp Aldinger, Michael Lange, Bert Malzahn, Ronny Schwarz, Rando Sloboda und Reiner Völter. Die CDU tritt mit Manfred Schulz an und die SPD mit Enrico Nehls.

Als einziger Kandidat fürs Bürgermeisteramt bewirbt sich Lothar Glöde um die Stimmen der Wähler. Der 73-Jährige führt die Gemeinde seit 2009.

Bürgermeisterwahl

Die Bewerber um das Bürgermeister-Ehrenamt benötigen die absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen. Hat diese keiner erreicht, gibt es eine Stichwahl. Die findet wegen Pfingsten erst nach drei Wochen, am 16. Juni, statt.

Gibt es nur einen Kandidaten, muss er zusätzlich zur absoluten Mehrheit die Stimmen von mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten erhalten. Kommen die nicht zusammen, wählt die Gemeindevertretung den Bürgermeister aus ihrer Mitte heraus.

Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet und seit mindestens 37 Tagen ihren Hauptwohnsitz im Wahlgebiet haben.

Diese Frauen und Männer bewerben sich ums Bürgermeister-Ehrenamt in ihren Gemeinden.

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