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Wismar Kreisel am Schweriner Tor?
Mecklenburg Wismar Kreisel am Schweriner Tor?
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11:29 13.09.2014
Der Knotenpunkt Am Schweriner Tor soll ausgebaut werden. Für die Verkehrsplaner kommt nur eine Kreuzung in Frage.
Der Knotenpunkt Am Schweriner Tor soll ausgebaut werden. Für die Verkehrsplaner kommt nur eine Kreuzung in Frage. Quelle: Oz
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Wismar

Die Kreuzung am Schweriner Tor soll ausgebaut werden: Nicht als Kreisel, sondern wieder als Kreuzung. So viel scheint festzustehen. Doch Volkes Wille ist das nicht. Nach einer Umfrage der OSTSEE-ZEITUNG befürworten 70 Prozent einen Kreisel. Nur 27 Prozent sind für eine Kreuzung, drei Prozent sind unentschlossen.

„Überall entstehen Kreisverkehre mit besten Ergebnissen für die Bürger“, kann Klaus Tolkmitt, früher zehn Jahre im Bauausschuss der Stadt, die Entscheidung für eine Kreuzung nicht nachvollziehen.

Verwundert und verärgert ist auch Roland Kargel (Linke). Der Vorsitzende des Bau- und Sanierungsausschusses der Bürgerschaft hätte sich gewünscht, dass das Straßenbauamt Schwerin und die Hansestadt im Vorfeld über das Gemeinschaftsprojekt informiert hätten. Kargel: „Ich bin ein Verfechter von Kreisverkehren. Der Verkehrsfluss ist deutlich besser und langfristig kostengünstiger. Überall werden Kreisel gebaut, nur in Wismar soll das nicht klappen. Die Fläche am Schweriner Tor sollte groß genug sein.“

Das Straßenbauamt Schwerin und die Bauverwaltung Wismar sehen dagegen keinen Ermessensspielraum für einen Kreisel. „Die Leistungsfähigkeit spricht an dieser Stelle völlig dagegen“, so Nadine Domschat-Jahnke. Nach Angaben der Leiterin des Bauamtes Wismar habe die Untersuchung für einen Kreisel die QualitätsstufeF und damit die letzte Stufe ergeben. Von A bis D könne ein Kreisel gebaut werden, E und F sprechen dagegen. Das hohe Verkehrsaufkommen von täglich rund 17000 Fahrzeugen, dazu unterschiedlich stark aus den vier Zufahrtsstraßen, sowie der viele Fußgänger- und Radverkehr und die unsymmetrische Form der Kreuzung habe zu der schlechten Beurteilung geführt. 



Heiko Hoffmann