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Wismar Kunst und Autos unter einem Dach
Mecklenburg Wismar Kunst und Autos unter einem Dach
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00:00 20.06.2015
Astrid Wolfram und Steffen Czech zeigen ihre Arbeiten bis Ende August in einer gemeinsamen Werkschau im Awus-Autohaus. Quelle: Ina Schwarz
Wismar

Eine Kunstausstellung im Awus-Autohaus in der Schweriner Straße 31 zeigt bis 31. August Arbeiten von Astrid Wolfram und Steffen Czech. Die Werkschau wurde am Donnerstagabend mit einer Vernissage eröffnet. „Unser Anliegen ist es, Künstlern aus der Region, die noch nicht so bekannt sind, die Gelegenheit zu geben, sich einem breitem Publikum zu zeigen“, so Friedhelm Dethloff, Awus-Geschäftsführer und langjähriger Kunstförderer. „Wenn Sie sich fragen, was Kunst und Autos gemeinsam haben, dann sage ich Ihnen, es sind ihre Betrachter“, so Burkhardt Noll in seiner Begrüßungsrede zur Ausstellungseröffnung. Die stand unter dem Motto: „Theater, Theater, der Vorhang geht auf!“.

Hintergrund: Es ist vor allem auch die Liebe zum Theater, die Malerin und Maler verbinden. Beide stehen beim „Jedermann-Festival“ auf der Bühne in St. Georgen und unterstützen mit ihrem Schauspiel das Kindertheater Blumental von Katrin Rienow in Gägelow.

„Das Malen steht für mich dennoch im Vordergrund“, so Steffen Czech. „Ich tue es seit meinem sechsten Lebensjahr mit Leidenschaft“, so der gebürtige Leipziger, der seit 2000 in Wismar lebt. Die Bilder des 55-Jährigen sind vielschichtig und oft nicht auf den ersten Blick zu erfassen. „Was entsteht, ist oft auch von der Musik abhängig, die ich höre“, verrät er lächelnd. Sein aktuellstes Werk „Die Kunst ist tot“ widmet sich einem oft ernsthaft diskutiertem Thema. Ein Augenzwinkern ist beim Maler dennoch erlaubt. „Was ist Kunst?“, lässt Czech die Frage mit einem Schmunzeln offen. Ob „Grüne Hand“, „Wut“, „Turm zu Babel“ oder „Zeitloch“ — Czechs arbeiten sind wohl weniger Deko für Raum und Zeit als vielmehr die Einladung, sich zu versenken in Farbe, Form und Ausdruck.

Astrid Wolfram liebt vor allem Märchen und Mythen. Sie malt auf Holz. Planken und Bretter sind die Welt, die ihr im doppelten Sinne etwas bedeuten. Feen, Unterwasserwelten und Clowns finden sich als Motive auf ihren Arbeiten. „Meist arbeite ich mit Robinienholz“, erzählt die 58-Jährige. „Mich dem Holz zu widmen, ist jener Ort, wo ich Ruhe finde, wo ich ganz für mich weiß, das wird schön“, offenbarte sie sich ihrem Vernissage-Publikum. Um das Kindertheater Blumenthal in Gägelow zu unterstützen, stiftete sie eine Arbeit, die während der Ausstellungseröffnung versteigert wurde.

Heidi Engelhardt aus Schwerin ergatterte das Stück für 295 Euro. Friedhelm Dethloff erhöhte auf 600 Euro und auch zahlreiche Gäste spendeten. „Ein schöner Geldsegen, den wir gut gebrauchen können“, so Katrin Rienow, Inhaberin des Kindertheaters und Sängerin. Sie umrahmte die Vernissage mit Liedern und ihrer rauen Stimme des Nordens.



Ina Schwarz

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