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Wismar Landwirte sind beste Unternehmer
Mecklenburg Wismar Landwirte sind beste Unternehmer
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21:06 14.03.2019
Bei der Preisvergabe zum Unternehmer des Jahres 2018 (v. l.): Wolf-Dietmar Vetter vom Kreisbauernverband, Landrätin Kerstin Weiss, Rainer und Birgit Mann mit ihren Kinder Christian und Christine, Petra Böttcher vom Kreisbauernverband und Guntram Jung, Bürgermeister von Klütz Quelle: Kerstin Schröder
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Wismar/Steinbeck

Und der Titel geht diesmal an . . . Familie Mann aus Steinbeck. Die Bauernhof-Besitzer sind die Unternehmer des Jahres 2018 in Nordwestmecklenburg. Die Ehrung haben Birgit und Rainer Mann am Donnerstagabend sichtlich gerührt und überrascht in der Mensa der Hochschule Wismar entgegengenommen - unter dem Applaus von 130 Gästen aus Politik und Wirtschaft.

„Es macht Spaß mit der Familie zu arbeiten. Wir haben mit ganz wenig Geld sehr viel aufgebaut“, sagte Rainer Mann nach der Preisübergabe auf dem Unternehmerempfang des Landkreises. Auch Tochter Christine, von Beruf Agrarwissenschaftlerin, steht mit auf der Bühne. Sie führt seit 2016 Neugierige über den Hof und erklärt ihnen, wie Landwirtschaft funktioniert. 20 000 Gäste haben sich im vergangenen Jahr in Steinbeck umgeschaut. „Die Besucher erleben so live das Leben einer Landwirtschaftsfamilie im 21. Jahrhundert mit all seinen Freuden, Sorgen und Problemen“, lobte Wolf-Dietmar Vetter, stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes in seiner Laudatio.

Die Geschwister Christine (33) und Christian Mann (44) mit dem Kälbchen Evelyn. Christine ist für die Zucht auf dem Familienhof, den ihre Eltern in Steinbeck gegründet haben, zuständig. Ihr ältester Bruder Christian für den Viehbestand generell. Quelle: Annett Meinke

Seit 1991 gehört der Bauernhof dem Ehepaar Mann. Doch schon vorher ist der in Familienbesitz gewesen – als Zuhause der Großeltern von Birgit Mann bis zur Enteignung 1954. Nach der Wende nehmen sich der Landmaschinentechniker und die gelernte Kinderpflegerin des Hofes an und bauen ihn Stück für Stück wieder auf. Mittlerweile sind auch ihre Kinder Christine und Christian fest in den Betrieb integriert. Die beiden kümmern sich um die Zucht und den Viehbestand.

Eigene und regionale Produkte werden im Hofladen verkauft: Wurst nach alten Familienrezepten bis hin zu Honig und Sanddorn aus der Region oder Jacken aus Schafswolle angeboten. Drei Jahre später kommt noch ein Café dazu, in dem selbstgebackene Kuchen und Torten reißenden Absatz finden. Auch auf naturnahes Lernens legt die Familie viel Wert. Im Sommer werden regelmäßig Führungen über das Gelände angeboten. Es gibt Schautafeln mit Informationen. Kinder und Familien können in Kontakt mit den Tieren kommen.

Der Hof der Familie Mann in Steinbeck Quelle: Annett Meinke

„Dem Unternehmen gelingt es, transparente Landwirtschaft und regionalen Bezug in einem Betrieb zu vereinen“, lobt Landrätin Kerstin Weiss (SPD). Sie würde sich freuen, wenn weiterhin viele Gäste das Café, den Hofladen und den Bauernhof besuchen würden. Auch zahlreiche Wismarer sind schon dort gewesen: Das Familienbetrieb befindet sich in der Nähe von Klütz, direkt an der Wismarer Bucht. Es beinhaltet eine rund 500 Hektar große Fläche mit einem Viehbestand von 280 Milchkühen und 230 Tieren in der weiblichen Nachzucht und Bullenmast.

Die Familie Mann und alle bisherigen Preisträger seien, so die Landrätin, ein Spiegelbild der vielseitigen Wirtschaft in Nordwestmecklenburg. Und sie wachse weiter: Wichtige Ereignisse im vergangenen Jahr seien Folgende gewesen: das 100 Millionen Euro schwere Investitionsprogramm von MV Werften, der Bau eines zweiten Produktionsstandortes durch das Egger-Werk sowie die Errichtung eines neuen Werks von der Firma Palmberg Büromöbel.

Auch in diesem Jahr schreite die positive Entwicklung weiter voran: Im Gewerbegebiet Upahl entsteht eine Getreidetrocknungs- und Lagerhalle, in Wismar-Dargetzow will die Firma Sensatronic, die Sensoren herstellt, ihr Angebot weiter ausbauen. Zudem werden 178 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren in Nordwestmecklenburgs Breitband-Ausbau investiert. Passend dazu sind Digitalisierung und Automatisierung als Leitthema des Empfangs ausgewählt worden und als Ausgangspunkt für eine Podiumsdiskussion.

Seit 17 Jahren verleiht der Landkreis den Preis „Unternehmer/in des Jahres“. Mit ihm werden Menschen geehrt, die sich in der Region durch vorbildliches unternehmerisches Handeln in Wirtschaft, Handwerk oder Landwirtschaft sowie für das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

Kerstin Schröder

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