Bössow - Lebenskünstler treffen aufs Dorfleben – OZ - Ostsee-Zeitung
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Wismar Lebenskünstler treffen aufs Dorfleben
Mecklenburg Wismar Lebenskünstler treffen aufs Dorfleben
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00:00 24.04.2014
Anna Hohls, Wilfried Hohls, Jenni Schubert, Mathias Gütschow, Linda Ritz, Björn-Olaf Kommke, Catrin Freuschle, Roland Zech und Susanne Krack (v.l.) werben für das Fest der Kunsthandwerker und Lebenskünstler im August in Bössow.
Anna Hohls, Wilfried Hohls, Jenni Schubert, Mathias Gütschow, Linda Ritz, Björn-Olaf Kommke, Catrin Freuschle, Roland Zech und Susanne Krack (v.l.) werben für das Fest der Kunsthandwerker und Lebenskünstler im August in Bössow. Quelle: Malte Behnk
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Bössow

Lebenskünstler, Kunsthandwerker, Bewohner und Besucher des Klützer Winkels treffen sich zu einem bunten Fest im August in Bössow. Der Verein Winkelleude hat das kleine Dorf als Veranstaltungsort ausgesucht und die Bössower feilen schon an vielen Ideen, um sich einzubringen.

Das Leben und das Arbeiten im Klützer Winkel und die Begegnung unterschiedlicher Menschen, die sich austauschen, stehen seit jeher im Mittelpunkt der Feste, die der Verein Winkelleude zuerst im Steinzeitdorf Kussow und seit dem vergangenen Jahr an wechselnden Orten ausrichtet. „Kunsthandwerker und Lebenskünstler stellen sich vor“ ist das Motto des bunten Markttreibens, das viel mehr sein soll, als ausschließlich ein Kunsthandwerkermarkt.

In diesem Jahr wird das Fest am 9. und 10. August in Bössow gefeiert. Das Zentrum wird um einen alten Kuhstall gegenüber des Philippushofes aufgebaut. „Hier treffen Kunsthandwerker, Lebenskünstler und Dorfleben zusammen“, sagt Roland Zech vom Verein Winkelleude. „Wir sind im Dorf wirklich neugierig auf die unterschiedlichen Menschen, die sich an dem Fest beteiligen und es besuchen“, sagt der Bössower Björn-Olaf Kommke. Die Dorfbewohner wollen sich aktiv an dem Fest beteiligen, bei dem der Klützer Winkel und „seine Leute“ vorgestellt werden sollen. So gab es bereits ein erstes Treffen zwischen dem organisierenden Verein und einigen der knapp 90 Bössowern. Daraus hat sich schon ergeben, dass eine Bewohnerin Flyer gestalten will. Andere könnten sich vorstellen, das Backhaus für Brot und Kuchen zu beheizen. Aber die Ideen sind noch nicht spruchreif, sollen bei einem weiteren Treffen konkretisiert werden. Fest steht schon, dass rund um den alten Kuhstall im Zentrum des Dorfes ein buntes Programm auf die Besucher wartet. „Wir bieten Zauberei, Kinderschminken und Jonglagen. Reuters Fritzen spielen und es wird ein handbetriebenes Karussell aufgebaut“, zählt Roland Zech auf.

Selbstverständlich präsentieren sich auch wieder Kunsthandwerker aus dem Klützer Winkel und der Umgebung. „Es können sich noch gern Aussteller melden. Das gilt fürs Kunsthandwerk, aber auch für andere Anbieter regionaler Produkte. Bis 15. Mai ist noch Zeit“, sagt Roland Zech, der auch eine kulinarische Meile mit Bioprodukten aus der Region verspricht.

Zum inzwischen siebten Mal organisieren die Winkelleude dieses Treffen der Kunsthandwerker und Lebenskünstler. Im vergangenen Jahr wurde der Ort zum ersten Mal gewechselt und auf den Biohof in Hohen Schönberg kamen täglich 700 Besucher, sodass erstmals auch ein finanzieller Überschuss zustande kam. Doch das Geld ist für die Ehrenamtler nur zweitrangig. „Wenn man immer am selben Ort bleibt, gibt es kaum Veränderung und es kommen vielleicht nur zehn neue Besucher“, sagt Catrin Freuschle von den Winkelleuden. „Durch den jährlichen Wechsel gibt es jetzt viel mehr Wandel und wir erreichen wohl auch mehr neues Publikum“, sagt die Ledergestalterin. „Uns ist die Begegnung wichtig“, betont Roland Zech. „Bei so einem Fest unterhält man sich auch darüber, warum man noch hier lebt oder wiedergekommen ist.“ Dem pflichtet Björn-Olaf Kommke bei: „Wir haben die Möglichkeit auch Kindern zu zeigen, dass es schön ist wieder heimzukommen, auch wenn man für Lehre oder Studium mal wegzieht.“

In Bössow erlebe er, wie schön eine Gemeinschaft aus unterschiedlichen Menschen funktioniere. „Und wir sind kein Künstler- oder Ökodorf, sondern einfach nur Dorfbewohner.“

Am 9. und 10. August wollen die Bössower also ihr Dorfleben mit möglichst vielen Besuchern teilen. Und die Winkelleude wollen zeigen, dass der Klützer Winkel geprägt wird durch die Menschen, die dort leben und arbeiten.

Daten und Fakten
Anmeldungen von Kunsthandwerkern oder Produzenten von Regionalen
Waren werden noch bis 15. Mai
unter ☎ 0174 / 6 53 99 15 bei Roland Zech oder per E-Mail an Catrin
Freuschle unter catrin@freuschle.info angenommen.

Das Fest in Bössow wird am Sonnabend, 9. August, von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag, 10. August,
von 10 bis 18 Uhr gefeiert.

Der Eintritt kostet pro Tag vier Euro für Erwachsene, zwei Euro für Kinder und sechs Euro für Familien.



Malte Behnk