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Wismar Lobbyismus-Vorwurf gegen CDU-Frau
Mecklenburg Wismar Lobbyismus-Vorwurf gegen CDU-Frau
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08:42 20.09.2017
Lobbyismus-Vorwürfe gegen Karin Strenz, CDU-Bundestagsabgeordnete. Die 49-Jährige soll Geld aus Aserbaidschan kassiert haben. Bisher hat sie sich nicht dazu geäußert. Quelle: Hoffmann, Heiko
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Wismar

Schwere Vorwürfe gegen die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz aus Schwerin: Die 49-Jährige, die seit 2009 für MV im Bundestag sitzt und am Sonntag im Wahlkreis 13 (Wismar bis Parchim) erneut zur Bundestagswahl antritt, soll gegen Geld als Lobbyistin für den despotisch geführten Kaukasus-Staat Aserbaidschan tätig gewesen sein. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat Strenz in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt 22 500 Euro von einer Firma kassiert, die „offenbar bezahlte Lobbyarbeit“ für das umstrittene Regime in Aserbaidschan geleistet habe. Geflossen sei das Geld unter anderem aus staatlichen Töpfen.

Strenz hat sich bisher nicht auf eine OZ-Anfrage zu den Vorwürfen geäußert. Auf ihrer Internetseite berichtet sie von einem Treffen mit dem aserbaidschanischen Staatspräsidenten als „außenpolitischen Meilenstein“. Brisant: 2015, also in dem Jahr, in dem Geld aus Baku nach Schwerin geflossen sein soll,  stimmte Strenz als einzige Deutsche im Europarat gegen die Freilassung politischer Gefangener in Aserbaidschan. Als Vorsitzende der „Parlamentariergruppe Südkaukasus“ im Bundestag pflegt sie enge Kontakte in den muslimisch geprägten Staat.

Grüne-Chefin fordert Rücktritt

Grünen-Landeschefin Claudia Müller fordert den Rücktritt der CDU-Frau: „Frau Strenz muss jetzt öffentlich erklären, dass sie für den neuen Bundestag nicht mehr zur Verfügung steht. Durch ihr Verhalten hat sie dem Ansehen unserer Demokratie geschadet und die erste Pflicht eines Abgeordneten verletzt“, so Müller.

Auf ihrer Bundestagsseite listet Strenz ihre Einkommen aus Nebentätigkeiten auf. Demnach habe sie Geld von der Firma Line M Trade in Nürnberg erhalten. Laut Handelsregister gehört die Firma, gegründet 2009, dem früheren CSU-Bundestagsabgeordneten Eduard Lintner, der laut Süddeutsche Zeitung als Lobbyist für Aserbaidschan agiert.

Frank Pubantz

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