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Wismar Lügen-Vorwurf in der Wismarer Bürgerschaft
Mecklenburg Wismar Lügen-Vorwurf in der Wismarer Bürgerschaft
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12:43 26.04.2019
Die Sitzung der Bürgerschaft vom 28. März 2019 hat ein Nachspiel. Quelle: Heiko Hoffmann
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Wismar

Christa Hagemann, Fraktionschefin der Linken in der Wismarer Bürgerschaft, hat Tom Brüggert (CDU) in der Sitzung der Bürgerschaft am Donnerstagabend der Lüge bezichtigt und so für Aufsehen gesorgt. Er soll im Nachgang an die März-Sitzung der Bürgerschaft vor Schülern nicht die Wahrheit gesagt haben.

Hintergrund: Zum 30. Jubiläum der friedlichen Revolution soll in der Hansestadt Wismar eine zentrale Veranstaltung durchgeführt werden. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) und das Präsidium der Bürgerschaft sollen die Feier planen. Das hatte die Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 28. März auf Antrag der CDU beschlossen. Eine Diskussion zu dem Antrag hatte es nicht gegeben, ablehnende Haltungen waren nicht erkennbar.

Christa Hagemann, Fraktionschefin der Linken in der Bürgerschaft. Quelle: Ina Schwarz

Christa Hagemann meldete sich nun in der Sitzung am Donnerstag mit einer persönlichen Erklärung zu Wort. Hagemann, seit 1994 in der Bürgerschaft und 2. Stellvertreter des Präsidenten der Bürgerschaft, erklärte, dass Tom Brüggert auf einer Veranstaltung mit zwölfjährigen Schülern gesagt haben soll, dass die Linken gegen den Antrag gestimmt hätten. „Das ist eine Lüge“, so Hagemann. Sie sprach weiter von einer unzulässigen Behauptung und Manipulation. Sie selbst habe für den Antrag gestimmt.

Außerdem soll Brüggert gesagt haben, dass die Linke die DDR wiederhaben wolle, so Hagemann. Die größte Zeit ihres Berufslebens als Lehrerin sei sie nach der Wende tätig gewesen. Kinder belüge man nicht, so Hagemann. Sie bat inständig, so etwas zu unterlassen.

Tom Brüggert, Fraktionsvize in der Wismarer Bürgerschaft. Quelle: privat

Anschließend ging CDU-Fraktionsvize Tom Brüggert ans Mikrofon. „Sie haben vor versammelter Bürgerschaft und Presse etwas behauptet, was wir hätten vielleicht auch im Vorfeld besprechen können, so es denn so gewesen sein soll, wie Sie es sagen. Sollte das so gewesen sein, dann war das sicherlich ein grober Fehler. Ich kann mich daran so nicht erinnern.“ Er wolle mit der Lehrerin und den Schülern sprechen. Sollte das bei den Schülern so rübergekommen sein, wolle er aufklären, dass es nicht so gewesen sei. Brüggert: „Bei aller Liebe, ich kann mir das so nicht vorstellen.“ Tom Brüggert, seit 2014 in der Bürgerschaft, bat darum, über so etwas im Vorfeld unter vier Augen zu reden. So werde das bei anderen Themen auch gemacht, bevor man so etwas in die Welt setze.

Nach OZ-Informationen sollen die Schüler von der Wismarer Brecht-Regionalschule gewesen sein.

Am 9. November 2019 jährt sich zum 30. Mal der Tag des Mauerfalls, hieß es in der Begründung des CDU-Antrags im März. Auch die Hansestadt sollte in Erinnerung an diesen historischen Moment, aber auch in Gedenken an die Opfer der Mauer eine zentrale Veranstaltung zu diesem Jahrestag durchführen. Am 7. November 1989 fand auf dem Wismarer Marktplatz eine Großdemonstration mit Zehntausenden Menschen statt.

Heiko Hoffmann

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