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Wismar Mann soll sich als Polizist ausgegeben haben
Mecklenburg Wismar Mann soll sich als Polizist ausgegeben haben
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06:48 27.02.2015
Frank Kanis hat sich bei seinem Prozess selbst vertreten. Quelle: Vanessa Kopp
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Wismar

Für Richter Martin Meermann ist der Fall klar: Frank Kanis (33) habe mit seiner Selbstjustiz eine Grenze überschritten. Das Urteil des Richters am Wismarer Amtsgericht lautet Geldstrafe, 15 Tagessätze zu je 10 Euro.

Kanis hat Ende September vergangenen Jahres Christopher K. eigenmächtig gestellt. Der Student fuhr mit einem Auto gegen 4.30 Uhr von der Philipp-Müller-Straße in den Willi-Bredel-Weg mit einem Atemalkoholwert von mehr als zwei Promille. Dafür wurde Christopher K. bereits verurteilt

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Am Donnerstag saß Kanis auf der Anklagebank, weil er sich an jenem Morgen als Kriminalpolizist ausgegeben haben soll. Eine Studienkollegin, zu der Christopher K. unterwegs war, bestätigt dessen Aussage. Sie habe vom Balkon gehört, wie jemand rief: „Stehen bleiben, Kriminalpolizei!“.

Frank Kanis, der sich in dem Prozess selbst vertreten hat, legte bereits Berufung gegen das Urteil ein.



Vanessa Kopp

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