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Wismar Moderne Malerei aus Münster
Mecklenburg Wismar Moderne Malerei aus Münster
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00:05 14.01.2015
Der gebürtige Nordrhein-Westfale Klaus Geigle stellt seine Arbeiten gegenwärtig im Wismarer Baumhaus aus.
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Wismar

Malerei“ heißt die erste Ausstellung des Jahres im Wismarer Baumhaus, die jetzt eröffnet wurde. Klaus Geigle aus Münster zeigt Ölbilder. „Durch meinen Professor Udo Scheel bin ich nach Wismar gekommen“, erzählt er im Interview vor der Eröffnung. Udo Scheel, 1940 in Wismar geboren, unterrichtet an der Kunstakademie Münster.

Klaus Geigle hat bei ihm freie Kunst und Malerei studiert und 2003 sein Examen als Meisterschüler gemacht. Für den ersten Besuch und die erste Ausstellung in Wismar hat Geigle kleinformatige Arbeiten mitgebracht. Ölmalerei auf Holz. Tiere, Pflanzen, Stillleben. Aber abstrakt. Klaus Geigle hat sich vom Gedanken, dass Malerei etwas Konkretes im Sinne des Wiedererkennbaren darstellen muss, längst verabschiedet.

„Mir geht es um die Malerei, um malerische Fragen, nicht um eine inhaltliche Geschichte, dass ich irgendeine Aussage in meinen Bildern haben möchte, für die die Malerei nur das Vehikel ist“, so der Künstler. Er schmunzelt: „Ich bin ein abstrakter Maler.“

Er spielt und experimentiert mit Farbe und Technik. Die Ölfarbe auf dem Spachtel oder dem großen Pinsel wird in Wellenbewegungen über den Untergrund gezogen. So entsteht der Hintergrund. Als Bruch in der Technik, als Kontrapunkt davor das Sujet. Tierporträts oder Pflanzenstudien mit altmeisterlicher Akribie gemalt.

„Ölfarbe ist ein sehr unterschiedlich bearbeitbares Material, sie hat eine unheimliche Flexibilität. Die Frage ist, wie kann man mit der Farbe agieren? Das äußert sich bei mir im Abstrakten, im Experimentellen. Aber genauso im genauen Arbeiten“, erklärt der Künstler diesen technischen Bruch.

„Besonders die kleineren Bilder sind für mich ein Labor“, erzählt er. „Eine Art Ideensammlung. Das Besondere an diesen Arbeiten ist, dass sie wirklich ohne Plan entstehen.“ Klaus Geigle verwendet die Restfarben, die beispielsweise nach dem Arbeiten auf der großformatigen Leinwand noch auf dem Maltisch übrig bleiben. „Bevor ich die wegwerfe, kommen sie auf das kleine Brett und ich probiere was aus. Das spontane, diese spielerische Haltung muss man sich bewahren.“ So wird der Zufall zur Inspiration.

Auch auf den großen Leinwänden spielt Klaus Geigle. Aber das Material bremst. „Wenn ich mit dem Spachtel auf der Leinwand arbeite, biegt die sich gerne durch und verursacht Kratzer, die ich nicht will. Das kann man auf der Holzfläche vermeiden.“

Die Ausstellung im Wismarer Baumhaus am Alten Hafen ist bis zum 1. Februar zu sehen, täglich von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der Künstler
1969 wurde Klaus Geigle geboren in Orsoy, einem Stadtteil der niederrheinischen Stadt Rheinberg (Nordrhein-Westfalen). 1995 begann er das Studium an der Kunstakademie Münster, 2001 war er Meisterschüler bei Prof. Udo Scheel, 2003 bekam er das Examen. Seit 2001 erhielt er regelmäßig Stipendien und Preise. Beispielsweise war er 2013 „Artist in Residence“ in Spanien. Er bekam unter anderem den Förderpreis der Stiftung „Kunst und Kultur“ in Magdeburg.



Nicole Hollatz

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