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Wismar Großdemo: NPD marschiert am 1. Mai durch Wismar
Mecklenburg Wismar Großdemo: NPD marschiert am 1. Mai durch Wismar
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17:10 23.04.2019
2016: Gegendemonstranten der Kundgebung bei der Eröffnung des NPD-„Bürgerbüros“ in Wismar. Quelle: Axel Meyer
Wismar

 Die Stadt Wismar und die Polizei bereiten sich auf einen großen Demonstrationstag vor: Am 1. Mai marschiert die rechtsextreme NPD durch Wismar. Sie erwartet 200 Teilnehmer aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und den angrenzenden Bundesländern. Es soll an diesem Tag die einzige Veranstaltung der Partei in Norddeutschland sein. Auch die Gegendemonstranten machen mobil.

Warum marschiert die NPD in Wismar?

Der Aufmarsch steht unter dem Motto „Arbeit Zukunft Heimat“. Über Facebook wird auf die Aktion aufmerksam gemacht. Welche politischen Forderungen damit in die Öffentlichkeit gebracht werden sollen, wird allerdings nicht bekannt gegeben. Und auf die Frage, warum Wismar als Veranstaltungsort ausgesucht wurde, heißt es vom NPD-Landesverband gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG nur „Warum nicht?“

In Wismar ist 2016 ein NPD-Bürgerbüro eröffnet worden. Ein NPD-Mitglied sitzt in der Bürgerschaft. Der 1. Mai ist seit langem ein fester Termin im Kalender der Neonazis. Die sollen sich mittlerweile unter anderem durch eigene Betriebe im mittelständischen Handwerksbereich finanzieren.

„Dürer statt Führer“, „Nazis streicheln heimlich Perserkatzen“ und „Ekelhafd“. Immer wieder drücken Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ihren Unmut über AfD-Demos aus – auch politisch unkorrekt. Egal ob in Rostock, Greifswald, Stralsund oder Wismar – oft ist der Protest bunt und kreativ, teils aber auch provozierend. Einige auffallende Plakate aus dem Jahr 2018 zeigt die OSTSEE-ZEITUNG in dieser Galerie.

Wie die Polizei mitteilt, sind am 1. Mai mehrere Veranstaltungen im Wismarer Innenstadtbereich geplant. Deshalb komme es zu zeitweiligen Verkehrseinschränkungen. Das betreffe insbesondere den Bereich der Altstadt sowie angrenzende Bereiche. Es soll Halteverbote sowie temporäre Straßensperrungen geben. Zudem kann es Verzögerungen im Busverkehr geben. Wie viele Polizisten im Einsatz sein werden, dazu gibt es keine konkreten Zahlen.

Lose Steine werden von Baustellen entfernt

Auch die genaue Route wird noch nicht bekannt gegeben. Die hat die Polizei in Vorbereitung des Einsatzes bereits auf potentielle Gefahren untersucht. Unter anderem will die Stadt in den kommenden Tagen frei herumliegende Steine von Baustellen entfernen. So soll verhindert werden, dass die während der Demonstrationen als Wurfgeschosse genutzt werden. Außerdem ist es verboten, Drohnen über die Menschenansammlungen sowie über Einsatzorte der Polizei und Rettungskräfte fliegen zu lassen.

Gegendemonstranten treffen sich auf Bahnhofsvorplatz

Die Gegendemonstranten vom Bündnis „Wismar für alle“ wollen sich nach jetzigem Stand um 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz treffen. Man will sich gegen rassistische Hetze stellen, Gesicht zeigen und „friedlich zeigen, dass Wismar bunt ist und bleiben soll“. So steht es auf der Facebook-Seite des Bündnisses.

Die Polizeiinspektion Wismar will für die Aktion ein Bürgertelefon einrichten. Zu erreichen ist das am 30. April sowie 1. Mai jeweils in der Zeit von 8 bis 18 Uhr unter der Nummer 03841/203 235. Aktuelle Informationen der Polizei werden am 1. Mai zudem über den Informationsdienst Twitter unter der Adresse @Polizei_NWM oder www.twitter.com/Polizei_NWM verbreitet.

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