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Wismar Nach Ärger bei Lesung in Wismar: So überraschend reagiert Ben Becker
Mecklenburg Wismar Nach Ärger bei Lesung in Wismar: So überraschend reagiert Ben Becker
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19:22 27.11.2019
Schauspieler Ben Becker und die OZ haben sich nach dem Ärger bei einer Lesung in Wismar ausgesprochen. Quelle: Agentur
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Wismar

„Keine Fotos erlaubt!“ – Wegen dieser Ansage hat eine OZ-Journalistin am Freitag Ben Beckers ausverkaufte Interpretation des „Judas“ in Wismar verlassen, bevor die überhaupt losgegangen ist. Denn über ein Fotoverbot während der Vorstellung ist sie vorher nicht informiert worden. Der Vorfall hat für Schlagzeilen gesorgt.

Jetzt haben sich Ben Becker und die OSTSEE-ZEITUNG am Telefon ausgesprochen und freuen sich auf eine bessere Zusammenarbeit bei der zweiten Vorstellung im März. „Sie dürfen mich dann auch während des Soundchecks mit Maske und Kostüm fotografieren, ich spiele für Sie auch gerne die ganze Vorstellung durch“, verspricht der Schauspieler.

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Fotos nur während des Soundchecks

Ben Becker ist sehr daran gelegen, das Missverständnis aufzuklären. „Die Vorstellung in Wismar sei „einfach zu schön“ gewesen. Dass davon nur das Fotoverbot in Erinnerung bleibt, sei schade. „Die Leute waren begeistert, es war eine wunderschöne Lesung. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, wie aufmerksam das Publikum war“, schwärmt Ben Becker.

Er selber habe von dem Vorfall nichts mitbekommen. Generell sei es aber so, dass das Fotografieren nur während des Soundchecks erlaubt sei. Die Fotografen würden dazu im Vorfeld informiert. In diesem Fall ist das nicht passiert. Das sei Schuld des örtlichen Veranstalters, so Becker.

„Das ist kein Rock’n’Roll-Konzert, das ist eine Lesung

„Man darf mich fotografieren, nur eben nicht wenn ich lese“, erklärt der Schauspieler. Er habe auf der Bühne gestanden und könne nichts dafür. Kirchen wie die Georgen-Kirche in Wismar seien akustisch schwer zu bespielen. Das Publikum habe das Recht, die Aufführung in Ruhe mit ihm zusammen zu durchleben. „Dabei geht es nicht um Ben Becker. Ich nehme mich nicht wichtig, wenn ich auf der Bühne stehe. Aber wenn ich lese, ist das eine unheimlich feinfühlige Geschichte. Deswegen möchte ich nicht, dass jemand Fotos während der Vorstellung macht. Das ist kein Rock’n’Roll-Konzert, das ist eine Lesung“, betont er. „Er selber sei ein großer Elton John-Fan. „Wenn der auf der Bühne in die Tastatur haut, dann merkt er so ein Klicken vom Fotoapparat nicht, ich schon. Deswegen möchte ich nicht, dass jemand Fotos während der Vorstellung macht.“

Das verstehen wir von der OZ und nehmen das Angebot gerne an, bei der nächsten Vorstellung in Wismar am 26. März 2020 ebenfalls in der St. Georgen-Kirche beim Soundcheck Fotos zu machen. „Damit ist das jetzt aus der Welt, das ist doch eine schöne Sache“, freut sich Ben Becker.

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Von Kerstin Schröder